Radtour F Alte Bahntrasse und über Tremsbüttel zurück

Nahe der Rohlfshagener Kupfermühle, die an einem Stauteich der Süderbeste liegt startet unsere Radtour F. Dort wo von Ende des 15. Jahrhunderts bis 1900 etwa in Schwerstarbeit Kupfer hergestellt und verarbeitet wurde, kann man heute bei Kaffee und Kuchen dem Müßiggang frönen. Der dem Mühlenteich zufließende Lauf der Süderbeste hat sich tief ins Gelände eingekerbt. Daher schlecht zugänglich, blieb der Bach von Begradigungen verschont und ist ein wertvoller Lebensraum für Flora und Fauna. Es wird gemutmaßt, dass der gesamte Unterlauf der Süderbeste im Frühmittelalter zum Limes Saxoniae gehörte, der um 810 von Karl dem Großen festgelegten Grenzzone zwischen sächsischen und slawischen Volksstämmen.


Vom Zulauf der Süderbeste in den Mühlenteich aus führt die Tour auf schmalen Straßen zum Bahndamm der zweiten, 1887 in Betrieb genommenen Bahntrasse des Kreises Stormarn.
Man kann auch vom Rasthof Buddikate aus starten und hier herüberkommen.

Der folgende Abschnitt verläuft in schattig kühlen Wald. Erst hinter der Autobahn A1 genießt man die leichte Fahrt auf ebenem Weg und die wiederkehrenden Ausblicke in eine weite Landschaft. Möglichkeiten zur Einkehr gibt es im Landgasthof Stamer.
Wechselt man wieder auf die Straße, um nach Sprenge zu gelangen. Jenseits der B 404 führen verschlungene Wege ans Gölmer Moor und an den Gölmbach. Weiter bachabwärts fließt dieser als "Aue" durch Ahrensburg, ehe er als Ammersbek durch das Duvenstedter Moor in Richtung Alster läuft. Der Gölmbach wird bei "Twiete" nochmals gequert. Seinen Zuläufen begegnet man auf der Straße Krummstück beim Ansteuern des Waldes Tiergarten und Ochsenkoppel. Ein Genuss ist die schöne Fahrt durch den Wald, der einst als Sauengehege eingezäunt war und daher den Besitzern des Gutes Ahrensburg und ihren hochrangigen Gästen zu leichtem Jagderfolg verhalf.
Außerhalb des Waldes geht es durch flachwelliges Gelände auf den westlichen Rand von Hammoor zu, dessen Name auf die Adelsfamilie von Homore zurückzuführen ist, die dort um 1300 eine Motte, also eine Turmhügelburg bewohnte. 


Kurz vor dem Ortsteil Gerkenfelde wird erstmals die Groot Beek ("Großer Bach") gequert, in die am Ortseingang von Tremsbüttel die Lütt Beek ("Kleiner Bach") mündet. Die Groot Beek umfließt nahebei eine weitere mittelalterliche Burganlage, die über die Lasbeker Straße erreicht werden kann. Und vom Tor an einem Graben aus sichtbar ist. Einige hundert Meter weiter liegt, etwas entfernt aber trotzdem von der Straße her einsehbar das Schloss Tremsbüttel mit seinem ausgedehnten Garten. Groß und würdevoll, doch im Detail auch verspielt, präsentiert sich das 1893 bis 1895 errichtete Gebäude, das heute als Hotel und Tagungszentrum genutzt wird.


In dem zugehörigen frei zugänglichen Landschaftsgarten sind auch spannende neue Gärten eingebettet, die den Besucher auf eine Reise bis nach Asien in einen japanischen Garten nämlich entführen. 



Durch den reichen Baumbestand am Rand des Parks fließt mit der Groot Beek eine alte Bekannte. Sie wird romantisch von Knüppelbrücken überspannt, bei denen Holz verwendet wurde, das nicht von Säge und Hobel begradigt wurde. Die Gärten und das Restaurant im Schloss stehen hier  für Besucher ausdrücklich offen. Auf der Straße "Am Herrenholz" wird die A21 unterquert. Etwas weiter in Richtung Lasbek-Gut, wo heute edle Pferde gezüchtet werden, vereinen sich die Groot Beek und die Süderbeste in den Ausläufern des Lasbeker Mühlenteichs. Hier schliesst sich der Kreis, denn unterhalb des Lasbeker Mühlenteichs fließt die Süderbeste im eingangs beschriebenen Kerbtal zur Kupfermühle. Auch zum Ausgangspunkt der Tour am Bahnhof Kupfermühle ist es nur noch ein kurzer Weg.    

 

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