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Jahrtausende alte Tradition - Kegeln

Diese viele Jahrtausende alte Sportart wird auf vier Bahnarten (Asphalt-, Bohle-, Scheren- und Bowlingbahnen) als Leistungssport betrieben. Sie kann gleichermaßen noch als eine der größten und beliebtesten Volkssportarten angesehen werden. Millionen Menschen pflegen ihr geselliges Kegel-/Bowlingspiel ebenso wie mit höchstem körperlichen Einsatz die Sportkegler/-bowler Meisterschaftsehren erkämpfen. Der älteste Beleg für das Kegelspiel stammt aus einem Grab im ägyptischen Luxor, das circa 3500 vor Christus entstand. Dort fand man als Beigabe eine Kugel mit mehreren Kegeln. 

Kegeln
 Eine Kegelkugel trifft die Kegel * 'Fotograf:''' Zellreder * '''Datum der Aufnahme:''' 2004 *


Der Deutsche Keglerbund e.V. (DKB), gegründet 1885, ist in erster Linie für den Sportbetrieb der in Landesverbänden organisierten leistungsorientierten Sportler zuständig und führt seit 1886 nationale Meisterschaftswettbewerbe durch. Der DKB gehört als eine von 70 Mitgliedsnationen dem internationalen Keglerverband, der Federation Internationale des Quilleurs (FIQ) an, der, seit 1979 vom IOC als Sportverband mit olympischer Qualifikation anerkannt, die Welt- und Kontinentmeisterschaften ausrichtet. Aber nicht nur den vielen sportlich spielenden Mitgliedern des DKB gilt die Aufmerksamkeit des Verbandes. Regelmäßige Freizeitchampionate auf allen Ebenen vertiefen die Kontakte zu den Geselligkeitskeglern und -bowlern sowie allen denkbaren Freizeitorganisationen. Dem traditionellen Volkssportgedanken des Kegelns/Bowlings und den Erfordernissen des modernen Freizeitsports wird Rechnung getragen. 
Ziel beim Kegeln ist es, eine Kunststoffkugel mit kontrolliertem Schwung über eine glatte, leicht gekrümmte Bahn laufen zu lassen, um die am anderen Ende der Bahn aufgestellten Kegel zu Fall zu bringen. Je mehr Kegel umfallen, desto besser.

Briefmarke Kegeln
Briefmarke Kegeln

Anders als beim Bowling werden die  Kegel nicht in einem Dreieck, sondern in einem auf der Spitze stehenden Quadrat aufgestellt. Beim Bowling gibt es zehn Pins, beim Kegelsport neun Kegel. 
Drei verschiedene Bahnarten gibt es im Augenblick meistens:
Das Bohle-Kegeln ist besonders in Norddeutschland verbreitet.
Classic-Kegelbahnen findet man in Süd- und Ostdeutschland.
Schere-Kegelbahnen besonders im westlicheren Teil des Landes.
Die Unterschiede der Bahnarten machen sich in der Breite, der Beschaffenheit (Krümmung) und der Form der Bahnen deutlich. 
Gerät eine Kugel von der Bahn nennt man dies oft einen Pudel werfen.   
Waren es bundesweit in den 1980ern knapp 200.000 Mitglieder in Kegelvereinen sind es derzeit 2019 etwa 80.000 Sportkegler.

Kegeln in Zahlen (2019)
120 Wurf sind im Wettkampfbetrieb von jedem Kegler gefordert.
1885 wurde in Dresden der Zentralverband deutscher Kegelklubs gegründet.
13032 Mitglieder hatte der Schleswig-Holsteinische Sportkeglerverband e.V. (SHKV) im Jahr 1985 - Höchststand in der Geschichte. 1948 wurde der SHKV gegründet und hatte damals 1735 Mitglieder. 1905 Mitglieder hat der SHKV heute.
60 Kegelvereine sind im SHKV organisiert.

Bei Wettkämpfen werfen Sportkegler 120 Wurf am Stück. Wenn sie sieben Kegel umwerfen, bekommen sie null Punkte. Werden mehr oder weniger Kegel umgeworfen, gibt es pro Kegel einen Minus-Punkt. Wird ein Pudel geworfen, werden sieben Minus-Punkte notiert.

Darauf ein dreifaches Gut Holz, Gut Holz, Gut Holz!

Wasserball


 

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