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Hoisdorf in Stormarn

Hoisdorf (niederdeutsch Hoisdörp) ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Sie besteht aus den Ortsteilen Hoisdorf und Oetjendorf (niederdeutsch Mötendörp).

Hoisdorf wurde erstmals 1279 urkundlich erwähnt. Es entstand wahrscheinlich einige Jahrzehnte zuvor als Rodungsdorf. 1339 wurde es an das Hamburger Domkapitel verkauft. Nach der Reformation gelangte der Ort 1576 in den Besitz von Herzog Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf, der es dem landesherrlichen Amt Trittau zuordnete, wo es zu den 17 so genannten Holzdörfern gehörte.

1895 erfolgt der Anschluss an das Telefonnetz und 1913 erhält der Ort Elektrizität.
1907 erhält Hoisdorf einen Bahnhof an der Südstormarnschen Kreisbahn (1952 stillgelegt), was zusammen mit der Endstation der Hamburger U-Bahn in Großhansdorf die Attraktivität des Ortes erhöht und nach dem Ersten Weltkrieg zu einer Bevölkerungssteigerung führt. Einen weiteren deutlichen Zuwachs bewirkten die Folgen des Zweiten Weltkriegs: Ausgebombte Hamburger und Heimatvertriebene aus den ehemals deutschen Ostgebieten siedelten sich im Dorf an.
1948 kam Hoisdorf zum Amt Lütjensee, nach dessen Auflösung 1972 zum Amt Siek.
In Hoisdorf befindet sich seit 1978 das Stormarnsche Dorfmuseum. Das Museum ist in einem historischen Bauernhaus „Am Thie“ eingerichtet, das ursprünglich als Dorfschmiede gebaut wurde.
Richard Emil Kuöhl (1880 - 1961) war ein deutscher Bildhauer, der auch als „Architekturplastiker“ bezeichnet wurde. Der Hummelbrunnen oder der Gänselieselbrunnen in Bad Oldesloe sind zum Beispiel von ihm. 
Eine Sammlung kleinerer Werke Kuöhls befindet sich in Besitz des Stormarnschen Dorfmuseums. Der Künstler betrieb in Hoisdorf eine Werkstatt.
Sport treibt man beim TuS Hoisdorf. Die Fußballsparte spielte in den 1990er-Jahren sogar in der Regionalliga Nord.

Man angelt beim Hoisdorfer Angelverein von 1981 e.V.
 

Lütjensee