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Der Nürnberger Albrecht Dürer

Albrecht Dürer der Jüngere (auch Duerer; * 21. Mai 1471 in Nürnberg; † 6. April 1528 ebenda) war ein deutscher Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker von europäischem Rang.

Er war ein bedeutender Künstler zur Zeit des Humanismus und der Reformation.

Briefmarke Albrecht Dürer

Einige Gemälde Albrecht Dürers sind auf Banknoten der Deutschen Mark abgebildet.

Dürer war der erste Künstler, der seine Grafiken systematisch mit einem Monogramm kennzeichnete. Diese Urheberangabe wurde bald zu einem Gütesiegel, das auch nachgeahmt wurde.

 

 20-DM-Schein der 3. Serie
Porträt der Elsbeth Tucher (1499) auf dem 20-DM-Schein der 3. Serie, ab 1961

Von Ostern 1490 bis Pfingsten 1494 begab sich Dürer auf Wanderschaft an den Oberrhein; der genaue Weg dieser ersten von drei größeren Reisen während seines Lebens ist unbekannt. Möglicherweise war er zunächst in den Niederlanden oder am Mittelrhein, bevor er sich 1492 im Elsass aufhielt. Den in Colmar lebenden Maler Martin Schongauer, dessen Werk ihn sehr beeinflusste, lernte er nicht mehr kennen, da dieser bereits am 2. Februar 1491 gestorben war.
Dürer machte sich 1497 selbstständig und arbeitete in der Nürnberger Altstadt sehr intensiv an seinen Werken. In diese erste Periode seines Künstlerlebens fallen vorwiegend Porträts und einige Selbstporträts: das Bildnis seines Vaters (1497) in London (National Gallery), sein Selbstporträt (1498) im Prado in Madrid, das des Lindauer Kaufmanns Oswald Krell (beschriftet „Oswolt Krel. 1499“) in München (Bayerische Staatsgemäldesammlung), sein Selbstporträt (1500) ebenfalls in München, Bildnis Friedrichs des Weisen (1494/97) in Berlin (Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz) u. a. Von 1500 stammt auch der kleine Christus am Kreuz in der Dresdner Galerie, ein Bildchen von unvergleichlicher Feinheit der Ausführung, und aus derselben Zeit ein Altarwerk ebenfalls in Dresden („Die sieben Schmerzen Mariä“ und Maria das Kind anbetend, Mitteltafel in München), der „Dresdner Altar“ sowie der um 1504/05 in Auftrag gegebene Ober-St.Veiter Altar mit der Kreuzigung Christi (heute in Wien, Diözesanmuseum).
Dürer hat mehrfach im Auftrag des Kaisers Maximilian I. gearbeitet. Alle Werke dienten zumindest mittelbar der Ehre und dem Ruhm des Kaisers – neben Dürer waren in diesem Sinne z. B. die Künstler Hans Burgkmair, Hans Schäufelin und Beck oder auch Albrecht Altdorfer, Lucas Cranach und Jörg Breu tätig.
Zu dieser Zeit entstanden auch seine berühmten Stiche: Ritter, Tod und Teufel (1513), Der heilige Hieronymus im Gehäus (1514), Melencolia I (1514) sowie vielleicht das ursprünglich für die Nürnberger Katharinen-Kirche bestimmte, jetzt in der Münchener Pinakothek befindliche Altarblatt der Geburt Christi mit den beiden Stifterbrüdern Paumgartner, bekannt als Paumgartner Altar
Dies ist nur ein kurzer Diskurs seines Einflusses in der Kirchenkunst. Sein Werk war noch gewaltiger. Dürer starb überraschend am 6. April 1528, kurz vor seinem siebenundfünfzigsten Geburtstag (am 18. April nach unserem Kalender), wohl an den Folgen eines Fiebers. 

 

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