A-Z

Generalfeldmarschall von Moltke Ehrenbürger von Lübeck

 

 

 

 

Helmuth von Moltke (* 26. Oktober 1800 in Parchim; † 24. April 1891 in Berlin) verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Lübeck. Er entstammte mecklenburgischem Uradel, das bereits 1245 erwähnt wurde. Er wuchs in Lübeck, im Hause Breite Straße 61, (1803–1809). auf. Moltke besuchte von 1823 bis 1826 die Allgemeine Kriegsschule, Carl von Clausewitz,  berühmter Generalmajor, Heeresreformer, Militärwissenschaftler und -ethiker war einer seiner Mentoren. 1833 wurde Moltke in den Großen Generalstab berufen und stieg auf bis zum Generalfeldmarschall.  
Dieser Helmuth Karl Bernhard von Moltke, ab 1870 Graf von Moltke, genannt (der Ältere) wurde auch bezeichnet als „der große Schweiger“, er galt als genialer Stratege und war in leitender Verantwortung maßgeblich an der Ausarbeitung der Pläne für den Deutsch-Dänischen Krieg (1864), den Deutschen Krieg (genauer: Preußisch-Deutscher Krieg von 1866) gegen die Truppen des Deutschen Bundes (insbes. Österreich, Bayern, Sachsen, Hannover und Kurhessen) und den Deutsch-Französischen Krieg (1870/1871) beteiligt.
Bemerkenswert: Die entscheidende Schlacht bei Königgrätz gegen Österreich führte Moltke persönlich. Nach den siegreichen Kämpfen gegen Frankreich erhielt er am 16. Juni 1871 die Ernennung zum Generalfeldmarschall und am 20. Mai 1871 erhielt er die Würde sich als Ehrenbürgers der Stadt Lübeck zu nennen.
Moltke war  übrigens Urgroßonkel des Widerstandskämpfers Helmuth James Graf von Moltke.
Während seiner aktiven Zeit konnte man ihn durchaus zu den Kriegstreibern in Deutschland zählen, er blieb bis zu der aus Altersgründen erbetenen Verabschiedung am 9. August des Dreikaiserjahres 1888 in der Dienststellung des Chefs des Großen Generalstabs. Erst in späten Jahren wurde er einsichtig. Als fast 90-Jähriger warnte er erst jetzt eindringlich vor einem neuen Krieg in Europa mit den Worten: 
„Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!“  Das war in seiner letzten Reichstagsrede am 14. Mai 1890, also wenige Monate nach Bismarcks Entlassung.
Nach ihm wurden auch in Lübeck die Moltkestraße, der Moltkeplatz und die Moltkebrücke über die Wakenitz benannt. 

 

Hier geht es zur Datenschutzerklärung.

Wir verwenden Google analytics.