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Menno Simons und Altfresenburg Bad Oldesloe

Menno Simons (* 1496 in Witmarsum; † 23. oder 31. Januar 1561 in Wüstenfelde) war ein niederländisch-friesischer Theologe. Simons war einer der führenden Vertreter der Täuferbewegung und wurde zum Namensgeber der Mennoniten. Sein Nachname wurde auch Simonszoon geschrieben, was Sohn von Simon bedeutet.

Menno Simons wurde 1524 zum Priester geweiht. Mit der Theologie der Reformation, besonders den Schriften von Martin Luther und Martin Bucer, war er durchaus vertraut. Er blieb aber katholisch. 1531 kam Menno als Priester nach Witmarsum, wo er sich weiter intensiv mit der Reformation, insbesondere mit der Täuferbewegung, beschäftigte. Unklar ist, ob der als Täufer bei einer bewaffneten Auseinandersetzung getötete Pieter Simons Mennos Bruder war. Dieses Schicksal beschäftigte Menno aber. 1536 legte er dann sein Priesteramt nieder und schloss sich den Täufern an; das ihm angetragene Amt des Bischofs übernahm er nach einigem Zögern. In den folgenden zehn Jahren war er in Norddeutschland unterwegs zu Besuch bei seinen Gemeinden, oft wurde er ausgewiesen und verfolgt, dennoch gelang es ihm, die verstreuten Gemeinden zu ordnen.

Mennokate Menno Simons
Menno Simons Mennokate

1540 erschien Simons' Fundamentbuch, es fand weite Verbreitung und diente den Gemeinden als Grundlage ihrer Glaubenslehre.


In der Mennokate in Altfresenburg, Bad Oldesloe soll sich nach Volksüberlieferung Menno Simons Druckerei befunden haben. Die "Fresenburger Drucke" sind etwa in den letzten fünf Lebensjahren von Menno Simons erschienen. In einem Ort namens Wüstenfelde soll er gestorben sein, begraben zunächst im Garten der Mennokate, überführt später aber zu seinem Geburtsort Witmarsum in den Niederlanden, Provinz Friesland.

 

Theodor Steltzer