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Der Maler Philipp Otto Runge


Er und Caspar David Friedrich bestimmten die Frühromantik. Philipp Otto Runge (* 23. Juli 1777 in Wolgast; † 2. Dezember 1810 in Hamburg) war der Sohn des Kaufmanns und Reeders Daniel Nikolaus Runge aus Wolgast. Das Elternhaus in der Wolgaster Altstadt in Mecklenburg-Vorpommern ist mittlerweile zu seinem Museum umgebaut worden. Philipp Otto, der bereits im frühen Kindesalter an Lungentuberkulose erkrankte, sollte ursprünglich in die Fußstapfen seines Vaters treten, konnte aber seinen Wunsch, Maler zu werden, durchsetzen.

1792 erkrankte Runge aber zunächst schwer und zog mit seinem ältesten Bruder Daniel 1795 nach Hamburg, um in dessen „Kommissions- und Speditionshandlung“ eine Kaufmannslehre zu beginnen. Sein Bruder zählte zum Freundeskreis von Matthias Claudius, dessen Schwiegersohn dem Verleger Friedrich Perthes und dem Kunstsammler Johannes Michael Speckter.  Daraus resultierte dann auch eine Begegnung von Philipp Otto Runge mit Friedrich Gottlieb Klopstock. Philipp begann zu zeichnen und studierte fortan vermehrt Autoren der Antike. 1801 bis 1804 setzte er seine Studien bei Anton Graff in Dresden an der Kunstakademie fort.  Dort nahm er Kontakt zu den Romantikern, vor allem zu Caspar David Friedrich und Johann Gottfried Quistorp auf. Der Dichter Ludwig Tieck, den er in Dresden kennenlernte, vermittelte ihm die Mystik Jakob Böhmes und machte ihn mit den Anschauungen Novalis’ vertraut. Auf einer Reise nach Weimar lernte er Johann Wolfgang von Goethe kennen.Auch als Dichter trat Philipp Otto Runge in Erscheinung.  Er schrieb die beiden Märchen Van den Machandelboom und Van den Fischer und siine Fru und stellte sie den Brüdern Grimm zur Verfügung. Runge wurde zur Romanfigur in Der Butt von Günter Grass. Mit dem Romantiker Clemens Brentano führte er einen Briefwechsel, der 1974 als Buch veröffentlicht wurde, herausgegeben von Konrad Feilchenfeldt. Am bedeutendsten wurden aber seine Bilder.

Briefmarke Philipp Otto Runge
Briefmarke Philipp Otto Runge

Der Morgen ist ein Ölgemälde von ihm, von dem zwei Versionen existieren. Es gehört zu den bekanntesten Werken der romantischen Malerei und ist in der Hamburger Kunsthalle zu sehen.
Die Putten ein Ausschnitt des Gemäldes erschien auf einer 1977 zu Ehren von Runges 200. Geburtstag von der Deutschen Bundespost herausgegebenen Briefmarke.
Die Hamburger Kunsthalle beherbergt mittlerweile den größten Teil seiner Werke.
Philipp Otto Runge starb an Tuberkulose. Sein Grab ist nach einer Umbettung auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

 

 

 

 

Grab Philipp Otto Runge Hamburg-Ohlsdorf
Grab Philipp Otto Runge Hamburg-Ohlsdorf
Alfred Rust