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Das Hamburger Museumsschiff Cap San Diego

Ein attraktiver Anziehungspunkt an der Überseebrücke im Hamburger Hafen ist die Cap San Diego, die von rund 100.000 nationalen und internationalen Besuchern pro Jahr besichtigt wird. .

1961 lief sie vom Stapel. Gebaut bei der Deutschen Werft AG in Hamburg wurde sie für die Reederei Hamburg Süd als letztes Schiff einer Serie baugleicher Stückgutfrachter. Diese Schiffe der Cap-San-Klasse wurden ihrer eleganten Form wegen auch als „Die weißen Schwäne des Südatlantiks“ bezeichnet. Zusammen mit ihren fünf Schwesterschiffen bediente die Cap San Diego die Route Hamburg–Südamerika. Sie  transportierte unter anderem Maschinen, Chemikalien und Automobile, aber auch lebende, trächtige Kühe in Richtung Südamerika und Kaffee, Fleisch, Äpfel, Birnen, Weintrauben, Orangen, Textilien, Süßöle und Fruchtsaftkonzentrat in Richtung Hamburg.

Cap San Diego Hamburg
Cap San Diego Hamburg


Kurz vor der Verschrottung erwarb die Freie und Hansestadt Hamburg das Schiff. Es erreichte im Oktober 1986 Cuxhaven in einem sehr schlechten Zustand. Die Cap San Diego wurde hier in einer Woche von vielen Freiwilligen notdürftig hergerichtet und lief am 31. Oktober Hamburg an.An verschiedenen Liegeplätzen und auf Werften wurde das notdürftigste zum Erhalt getan. 1989 begannen dann arbeitslos gewordene ehemalige HDW-Arbeiter, die von der Beschäftigungsfirma Ökotech nach der Werftschließung beschäftigt wurden, umfangreiche Bauarbeiten. In dieser Zeit erhielt das Schiff sein jetziges Innenleben und den Liegeplatz an der Überseebrücke. Die Maschine wurde überholt und die Fahrtüchtigkeit hergestellt. Das Frachtschiff wurde so zu einem hochinteressanten Museum ausgebaut.Neben dieser Nutzung als Museumsschiff bietet die Cap San Diego somit auch Gastronomie und einen kleinen Hotelbetrieb an. Die acht für Übernachtungen an Bord zur Verfügung stehenden Kajüten sind bei Touristen sehr beliebt. Über die Fahrten:Die CAP SAN DIEGO ist das größte fahrtüchtige Museums-Frachtschiff der Welt. Fahrten mit dem 1961 gebauten „weißen Schwan“ sind ein ganz besonderes Erlebnis und bieten dem Gast spannende Einblicke in die Schiffstechnik von gestern und heute: Maschinenraum, Funkbude und Kommandobrücke, Peildeck und Rudermaschine, Luken und Decksflächen steht einem Passagier auf den angebotenen Reisen offen. Bis zu zehn Gästefahrten werden im Augenblick jährlich durchgeführt. Sie führen nach Helgoland, Cuxhaven, Rendsburg und Kiel.Die Kombination aus modernster Navigationstechnik und Original-Geräten in Betrieb ist in dieser Form einmalig. Man kann Schiffstechnik hautnah erleben. Falls man auf Reisen Fragen hat: Alle Besatzungsmitglieder der CAP SAN DIEGO stehen zur Beantwortung aller Fragen zur Verfügung. Zu erkennen sind sie an dem roten Overall. Aber bitte: Ein historisches Frachtschiff ist kein Passagierschiff! Sportliche Wetterschutzkleidung und festes Schuhwerk sind von Vorteil. Die Gangways sind schiffsspezifisch und je nach örtlichen Gegebenheiten auch schon mal etwas steiler. Gehbehinderte können in aller Regel über die Gangway nicht an Bord kommen, es gibt an Bord auch keine Lifte. 


Cap San Diego an der Überseebrücke
Cap San Diego an der Überseebrücke


Sowohl die Ein- als auch die Auslaufparaden des Hafengeburtstages werden von der Cap San Diego angeführt. International war das Schiff auch schon in einem Film der James-Bond-Reihe zu sehen.Im zweiten Film mit Pierce Brosnan (James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie) war das Schiff Kulisse einer Sequenz. Die Dreharbeiten endeten im September 1997 und noch mehr Örtlichkeiten in Hamburg waren zu sehen. Am Flughafen Hamburg, am Hotel Atlantic und vor allem zum Abschluss der Verfolgungsjagd, bei dem der BMW in eine Filiale der Autovermietung kracht waren weitere Schauplätze. Für  diesen Schluss der Verfolgungsjagd wurde ein Teil der Kaufhoffiliale zur Avis-Autovermietung umdekoriert.

 

 

 

 


 

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