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Bernstein im Arboretum Ellerhoop

Das Arboretum Ellerhoop-Thiensen ist ein botanischer Garten des Kreises Pinneberg; es liegt zwischen Pinneberg und Barmstedt und gehört zur Gemeinde Ellerhoop, Ortsteil Thiensen.

Die gärtnerisch gestaltete Parkanlage befindet sich am Rande der Bilsbek-Niederung. Sie ist eingebettet in die typisch holsteinische Knicklandschaft.
Das Arboretum Ellerhoop-Thiensen umfasst eine rund 17 Hektar große Gesamtanlage, von denen zirka 7,5 Hektar der Öffentlichkeit als Naherholungsanlage und für Zwecke der Schul- und Volksbildung zur Verfügung stehen. 

Arboretum Ellerhoop

Ein Arboretum (lat. arbor „Baum“) ist eine Sammlung (nicht in Pflanzgefäßen wachsender) verschiedenartiger, oft auch exotischer Gehölze; dies kann beispielsweise ein botanischer Garten sein, in dem hauptsächlich Bäume und Sträucher angepflanzt werden. Man spricht von einem Fruticetum, wenn nur Sträucher angepflanzt werden. Werden in einem Arboretum nur Nadelgehölze angepflanzt, nennt man es Pinetum.
Nach der elften Edition der Encyclopædia Britannica von 1911 wurde der Begriff zum ersten Mal von John Claudius Loudon im Jahr 1838 in einem Buch über Bäume verwendet.
1980 erwarb der damalige Landrat W. Hebisch das Arboretum Ellerhoop einschließlich einer 10 Hektar großen Erweiterungsfläche. Daraufhin wurde ein Arbeitskreis gegründet, dem unter der Federführung des Kreises Pinneberg der Bund deutscher Baumschulen, der Botanische Garten der Universität Hamburg sowie das Institut für Praxis und Theorie in den Schulen (IPTS) angehörten.

 

Ellerhoop-Thiensen

Seit 1985 leitet Professor Warda das Arboretum ehrenamtlich auf sowohl wissenschaftlicher als auch künstlerischer Ebene. Für seine Verdienste um das Arboretum wurde er 2001 mit dem Horst-Koehler-Gedächtnispreis und 2003 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Die neueste Attraktion im Arboretum ist der im April 2008 eröffnete Bernsteingarten. Dieser Teil der schulbiologischen Abteilung zeigt unter dem Schlagwort „Faszination Bernstein – Das Gold der Bäume“ die Entstehung und Verwendung von Bernstein. Die Besucher erfahren unter anderem etwas über die legendären Bernsteinwälder vor 50 Millionen Jahren und können im Bernsteinpavillon wandhohe Fototafeln des berühmten Bernsteinzimmers in St. Petersburg bewundern. 
Eine wichtige Aufgabe des Arboretums ist die Erhaltung alten bäuerlichen Kulturgutes. So wurde im Laufe von rund zehn Jahren vor dem Südgiebel des historischen Münsterhofes einer der schönsten und umfangreichsten Bauerngärten Norddeutschlands geschaffen, in dem alte Kulturformen von Zier- und Nutzpflanzen bewahrt werden.
Besonders bewundert wird auch eine hochstämmig gezogene Allee aus Glyzinien, der sogenannte Blauregentunnel, der im Frühling seine blaue Blütenpracht entfaltet. Ferner gibt es einen Duft- und Tastgarten für Sehbehinderte und Blinde, der aber auch von Sehenden gerne aufgesucht wird, einen Chinesischen Garten mit Mondtor und Mondgesteinssetzungen sowie einen Garten des Südens mit mediterranen Gehölzen und Kulturpflanzen. Am Südufer des Arboretum-Sees blühen im Juli und August Tausende von Lotosblumen.
Das Arboretum ist eingebunden in das Radwegenetz des Kreises Pinneberg und gut zu erreichen über den Radweg Nr. 1 des Radwegwandernetzes Schleswig-Holsteins. Mit dem Auto fährt man von der A23, Abfahrt Tornesch, Richtung Barmstedt-Ellerhoop und folgt dann der Ausschilderung. Außerdem ist das Arboretum von der S-Bahn-Station in Pinneberg kommend mit der Linie 185 des HVV erreichbar.
Die Anlage ist von April bis September täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Im Winterhalbjahr steht die Anlage von 10.00 Uhr bis Sonnenuntergang Besuchern offen.

 

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