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Friedenskirche Siek

Die evangelisch-lutherische Friedenskirche in Siek im Kreis Stormarn liegt dort mit ihrem Kirchhof und dem ehemaligen Friedhof beherrschend in der Mitte des Dorfes.

Die erste Kirche wurde im 13. Jahrhundert zunächst ohne Chor aus Feldstein errichtet und später mindestens dreimal erweitert. Diese erste Kirche hatte zuletzt eine Länge von 31 und eine Breite von 16 Metern. Die Feldsteinmauern waren mit einer Dicke von bis zu 1,40 Metern außerordentlich stark. Während der Barockzeit wurde ein 40 Meter hoher, in den westlichen Giebel eingelassener, mit Schindeln gedeckter Kirchturm erbaut. Dieser Turm diente seit der Vermessung des dänischen Königreiches durch Carl Friedrich Gauß und Heinrich Christian Schumacher als Trigonometrischer Basispunkt. Die Kirche besaß eine Orgel, die bis heute erhaltene Bronzetaufe und einen Altar von Hein Baxmann. 

Friedenskirche Siek

1880 wurde die Kirche vom Blitz getroffen und brannte ab. Die Mauern der Kirche wurden durch das Feuer nicht beschädigt und konnten zum größten Teil für den von 1880 bis 1883 im Stil der Neugotik errichteten Neubau genutzt werden.
Der neue Turm ragte nun 53 Meter in die Höhe und diente weiterhin als Trigonometrischer Basispunkt zur Landvermessung. Ein orkanartiger Sturm im Januar 1954 knickte die Spitze des Kirchturms. Bei den nachfolgenden Untersuchungen wurden weitere Schäden am Dach und Risse im Gewölbe festgestellt. Eine weitere Benutzung der Kirche wurde daraufhin untersagt und von 1954 bis 1956 fanden umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten statt, durch die der Charakter der Kirche erneut stark verändert wurde. Man entfernte das Dach, die Gewölbe und das Blendmauerwerk vollständig, das ursprüngliche Granitmauerwerk wurde nun wieder sichtbar. 
1995 wurde bei einem orkanartigen Sturm der Dachstuhl des Kirchturms verdreht. Durch den Einbau eines stählernen Skeletts konnte der Turm stabilisiert werden. Seitdem wird die Last des Glockenstuhls auf die alten Feldsteinmauern unterhalb der 1883 eingebauten Turmrosette übertragen.
Das Bronzetaufbecken stammt vom Lübecker Meister Gerhard Kranemann und wurde etwa 1350 gefertigt. 

Martin Luther Kirche Trittau