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Herrenhaus Trenthorst

Gut Trenthorst ist ein ehemaliges "Lübsches Gut" und wurde 1555 zum Doppelgut Trenthorst-Wulmenau. 

1827 Der seinerzeitige Besitzer Henning von Rumohr beherbergte, noch in dem alten Herrenhaus auf dem Gut Trenthorst eine Reihe von Künstlern u.a. den Landschaftsmaler Christian Morgenstern (* 6. Mai 1871 in München; † 31. März 1914 in Untermais, Tirol, Österreich-Ungarn) und Friedrich Nerling (*1807; † 1878), die dafür Bilder und sonstige Kunstgegenstände als Gastgeschenk zurückließen (z.B. das Bild "Das Herrenhaus auf Trenthorst" von Morgenstern, 1827). Diese befinden sich heute vor allem den Sammlungen der Hamburger Kunsthalle und des Hamburg-Museums.
1910 übernimmt der Hamburger Kommerzienrat Friedrich Thörl das Gut.  Er führte gründliche Umbauten und einige Neubauten durch. 

Herrenhaus

Das heute noch sichtbare bauliche Gesamtensemble (Herrenhaus, Wohngebäude, Torhaus, Großställe und Scheunen) entsteht.
1891 errichtete Friedrich Thörl mit dem Konsul Robert Francke die Palmkernölfabrik Robert Francke, die 1894 dem Unternehmen Thörl angegliedert wurde. Der Industrielle erwarb 1899 die Cocosölfabrik Gaiser & Co. Im Jahr 1900 gründete er die Stärkefabrik Friedrich Thörl, die Reisstärke herstellte, und 1902 wurde eine Weberei gegründet, die Press- und Filtertücher herstellte. Sämtliche Thörl’sche Unternehmen wurden 1906 von der Firma Friedrich Thörl Vereinigte Harburger Oelfabriken AG übernommen.

1928 kaufte das Gut Friedrich Bölck aus Bad Oldesloe. Glasfenster im Foyer des Herrenhauses zeigen Szenen der Margarineherstellung. Bölck war sozial engagiert und errichtete Kinderheime. Er stellte sein Herrenhaus der  "Deutschen Friedensgesellschaft" als Tagungsstätte zur Verfügung. Führender Kopf war seinerzeit der Reinfelder General Paul von Schoenaich. Die letzte Hauptversammlung fand dort 1932 statt. 1936 erwarb die Familie Reemtsma das Gut und führte es zur Blüte. 

 

Torhaus
Torhaus Trenthorst-Wulmenau

Nach einer Aufsiedelung im Zuge der Bodenreform übernahm es 1955 das Max-Planck-Institut für Tierzucht mit einer Restfläche von gut 600 Hektar. 
2000 wird das Herrenhaus renoviert, erhält Gästezimmer, Tagungsräume und Institutsküche. Die "Zentrale" mit dem Wasserturm an Privat verkauft.
Heute ist hier das Institut für ökologischen Landbau untergebracht, seit dem 1. Januar 2008 eines von fünfzehn Instituten des Johann Heinrich von Thünen-Instituts. Das Torhaus in Trenthorst aus der Zeit um 1911 wird auch gerade renoviert und für Labors und Arbeitsräume der Instituts- Wissenschaftler ausgebaut.

König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande besuchten während ihres Aufenthalts in Norddeutschland am 19. März 2015 das Institut für Ökologischen Landbau. Das Königspaar wurde begleitet vom schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig und seinem Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, der niederländischen Handelsministerin Liliane Ploumen, Dr. Werner Kloos aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium sowie Wirtschaftsvertretern aus der Bio-Branche.


 

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