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Das Internationale Maritime Museum Hamburg IMM im Kaispeicher B

Das Internationale Maritime Museum zeigt in Hamburgs ältesten, noch erhaltenen Speichergebäude, dem Kaispeicher B, 3.000 Jahre Schifffahrtsgeschichte mit wertvollen Exponaten aus aller Welt, darunter u.a. über 40.000 Miniaturmodelle, eine Schatzkammer mit Schiffen aus Gold, Silber und Bernstein sowie die „Königin der Meere“, die „Queen Mary 2“ aus einer Million Legosteinen.

Der Kaispeicher B ist aus dem Jahre 1878. Ursprünglich war der Bau ein Getreidesilo, wurde aber bereits 1884 zu einem Bodenspeicher umgebaut. Das zehnstöckige Backsteingebäude ist an zwei Seiten von Wasser umgeben. Schuten und Schiffe liefen von der Elbe kommend in den Magdeburger Hafen ein und wurden über Ladeöffnungen mit Winden entladen. Vom Brooktorhafen wurden die Waren auf kleinen Booten weitertransportiert. Die Fassade des Speichers mit ihren Giebeln, Gesimsen und Spitzbögen zeigt bereits den neugotischen Stil der „Hannoverschen Schule“, der für die Speicherstadt so typisch geworden ist.

 

IMM Hamburg
Internationales Maritimes Museum Hamburg IMM im Kaispeicher B

Montags haben fast alle Hamburger Museen geschlossen. So mancher Besucher, ist jedoch schwer enttäuscht, wenn er dann vor verschlossener Tür steht. Dies gilt vor allem für Touristen aus dem In- und Ausland, die sich oft nur kurze Zeit in der Stadt aufhalten. Im IMM ist dies nicht der Fall.
Öffnungszeit in der Regel täglich 10:00 Uhr - 18:00 Uhr

Auf 9 Decks erlebt man die weltweite Schifffahrt mit allen Facetten.
Deck 1 Die Entdeckung der Welt: Navigation und Kommunikation
Am Beispiel von Kompass, Astrolabium, Sextant und weiteren historischen Navigationsgeräten behandelt das Deck 1 die Themen Navigation und Kommunikation vom Beginn der Geschichte bis zum heutigen GPS an.
Das richtige Gefühl bekommt man dabei auch in einem Schiffssimulator
Auf dem Zwischendeck darf die Queen Mary 2 bestaunt werden, ein Lego-Modell aus über einer Million Steinen.

Schwerpunkt auf Deck 2 sind Windjammer und Hansekoggen aus historischer Zeit bis heute zu den letzten Exemplaren.
Das Zwischendeck widmet sich auch den Schrecken aller Zeiten, den Piraten.

Auf Deck 3 erlebt man eindrucksvoll die Geschichte des Schiffbaues.  Vom Einbaum, von William Keltridge 1684 angefertigte Schiffsbaupläne uber das Modell einer Antriebsmaschine der “Titanic” Bis zur heutigen Technologie. Erleben Sie hier einen Zeitrafferfilm, wie auf der Werft von Blohm + Voss das Containerschiff “Cosco Panama” entstanden ist.
Deck 4 nennt sich Zeughaus der Geschichte. Hier werden die schwierigen Arbeitsbedingungen dargestellt und über Berichte von Zeitzeugen unterfüttert.
Deck 5 zeigt die negativen Seiten der maritimen Welt. Marinen der Welt seit 1815 herrschen über Krieg und Frieden.
Der Kolonialismus, der Europa zu einer Weltmacht werden ließ ist ohne Schifffahrt undenkbar gewesen. Und die unrühmliche Rolle im Ersten und Zweiten Weltkrieg erhält hier ihr Forum.

Deck 6 beschäftigt sich mit Moderner Seefahrt, wie Berufe im Hafen und auf Deck sich verändert haben, wie die Technik des Umschlages sich verändert hat hin zu den genormten 20-Fuß-Containern, wie dem Boom der Kreuzfahrtschiffe begegnet wird. Werfen Sie einen Blick in Originalkabinen der “Hanseatic” und der “Sea Cloud II”.

Deck 7 zeigt eine Zeitreise durch die Forschung und Entdeckung. Ihre Expedition führt sie von den ersten Entdeckungs- und Forschungsreisenden wie James Cook, Georg Forster und Karl Chun zu den führenden Instituten der Meeresforschung, die sich mit ihrer Arbeit auf diesem Deck präsentieren.

Eine große Sammlung an Marinemalerei ist erlebbar auf Deck 8.  Unter anderem taucht man ein in die Welt von Jan Porcellis, Willem van der Velde, Lyonel Feininger oder Karl Schmidt-Rottluff. Weiterhin präsentiert die Schatzkammer: Schiffe aus Gold, Silber und Bernstein sowie die weltweit einzigartige Sammlung seltener Knochenschiffe.

Hat man dem Rundgang gefolgt öffnet sich das letzte Deck 9 für den Ursprung der Sammlung des Peter Tamm: Miniaturen und Modelle in unterschiedlichen Größen. Mit der Miniatur eines Küstenmotorschiffs im Maßstab 1:1250 fing die Sammlung vor über 80 Jahren. Mittlerweile sind hier über 40.000 Modelle aus aller Herren Länder zu sehen, Seeschlachten und Hafenlandschaften im gleichen Maßstab. Kleine Wasserlinienmodelle dienten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Schiffserkennung sowie der Illustration militärischer Strategie und Manövern auf See. Beeindruckend ist auch der Größenvergleich zwischen einem Wikingerschiff und der Queen Mary 2. Eindrucksvolle Dioramen zeigen Werften und Häfen der Vergangenheit und der Gegenwart, so zum Beispiel die Anlagen in Bremerhaven mit 60.000 Containern. 

Anschrift: Koreastr. 1, 20457 Hamburg

Aktuelles immer hier.... www.imm-hamburg.de

 

 

 

 

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