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Der Mariendom Hamburg

Der St. Marien-Dom (Schreibweise auch St.-Marien-Dom, umgangssprachlich Mariendom) ist die Kathedralkirche des römisch-katholischen Erzbistums Hamburg.

Er befindet sich im Hamburger Stadtteil St. Georg an dem im Januar 2013 benannten Platz Am Mariendom, vormals Danziger Straße. Bei der Wiederbegründung des Erzbistums Hamburg nach 1100 Jahren am 7. Januar 1995 wurde St. Marien zur Kathedrale erhoben.

Mariendom Hamburg

Das Gotteshaus wurde von 1889 bis 1893 als römisch-katholische Pfarrkirche der Stadt Hamburg nach Plänen des Paderborner Kirchenbaumeisters Arnold Güldenpfennig im neuromanischen Stil errichtet. Die Gestaltung der doppeltürmigen Westfassade knüpft an den Dom zu Bremen an und weist damit auf das im Jahre  831 gegründete Erzbistum des Hlg. Ansgar hin.
Am 7. Januar 1995 erhob Papst Johannes Paul II. die damalige Pfarrkirche St. Marien zur Kathedralkirche des neugegründeten Erzbistums Hamburg.

Im Dom wird regelmäßig Kirchenmusik aufgeführt, sowohl liturgisch als auch konzertant. Der Domchor hat liturgisch seinen Schwerpunkt bei Kompositionen aus der Renaissance (Palestrina, Vittoria, Lassus und Haßler) und der Romantik (Schubert, Bruckner, Kodály und Dvořák) sowie in der Pflege des Gregorianischen Chorals. Zum konzertanten Repertoire gehören alle bekannten Oratorien und großen Messen. Jeden Sommer findet eine Orgelkonzertreihe europäischer Kathedralorganisten statt.

Modell Hamburg-Museum
Modell Hamburg-Museum

Nach mehreren Vorgängerbauten aus Holz und - im 11. Jahrhundert als erstem Gebäude Hamburgs überhaupt - aus Stein, begann man mit einem Neubau des Domes aus Backsteinen. 1277 war die spätromanische Emporenbasilika in rheinisch-westfälischem Stil im wesentlichen vollendet. Nach den Zerstörungen im Stadtbrand von 1284 wurde der Dom zu einer modernen dreischiffigen Hallenkirche umgebaut und 1329 geweiht. Eine steigende Anzahl von Kirchenbesuchern und die Vermehrung der Altäre durch Stiftungen der aufstrebenden Zünfte führten schon bald zu Platzmangel, so dass man den Kirchenraum Ende des 14. Jahrhunderts zur fünfschiffigen Kirche erweiterte. 1434 erhielt der Dom seine Turmspitze. Damit hatte er den Zustand erreicht, den er bis zu seinem Abbruch in den Jahren 1804 bis 1807 behielt und den auch das Modell im Hamburg-Museum zeigt. 
Der Dom befand sich am Speersort im Bereich der Klosterburg Ansgars. Dort, in der karolingischen Festungsanlage , der Hammaburg, war im 9. Jahrhundert der Hamburger Erzstuhl als Missionszentrum für den Norden mit einer kleinen Holzkirche und einer Klosteranlage gegründet worden.

 

Messen

 

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