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Die Kirche mit dem dritthöchsten Turm in Schleswig Holstein St. Petri zu Schleswig

Der St.-Petri-Dom zu Schleswig ist die alte Bischofskirche des 948 von Kaiser Otto I. gegründeten Bistums, das zu jener Zeit im Schnittpunkt kontinental-europäischer, slawischer und skandinavischer Reiche und Interessen  lag. Nach 300jähriger christlicher Tradition und 200jähriger Bistumsgeschichte wird 1134 der St.-Petri-Dom erstmals schriftlich erwähnt, wenn auch der Baubeginn erheblich früher zu datieren ist. Nach 947 gab es einen Bau, von dem aber bis heute weder etwas über die Lage noch über die Größe bekannt ist.
Die heute dreischiffige und 76 m lange Hauptkirche des einstigen Herzogtums Schleswig ist im Wesentlichen ein langgestrecktes, gotisches Backsteingebäude mit einem romanischen Querschiff. Über Jahrhunderte hinweg hat man immer wieder umgebaut, hinzugefügt und weggenommen, ohne allerdings das Ganze durchgehend neu zu gestalten. 

 

Schleswiger Dom
Blick vom Schleswiger Dom

Gegen Ende des 13. Jahrhunderts war an der Nordseite des Langschiffes der Kreuzgang, eine gotische Dreiflügelanlage aus Backsteinen, angefügt worden, der als ein Meisterwerk mittelalterlichen Bauens gepriesen wird und "Schwahl" genannt wird. Schwahl kommt aus dem dänischen sval = kühl oder svale = sich abkühlen, also luftiger, kühler Gang. An den Gewölbedecken sind Freskogemälde und Zeichnungen aus der Zeit um 1300 zu sehen.
Der Hauptturm wurde von 1888 bis 1894 aus Backstein erbaut. Er ist mit 112 Metern der dritthöchste Kirchturm Schleswig-Holsteins nach den Doppeltürmen der Marienkirche in Lübeck und den Doppeltürmen des Doms zu Lübeck

Dachreiter Schleswiger Dom
Dachreiter Schleswiger Dom

Der St. Petri Dom in Schleswig besitzt zahlreiche und kostbare Kunstwerke aus allen Epochen seiner mehr als 850jährigen Geschichte. Nicht weniger farbig als die Geschichte des Bauwerkes ist die seiner Ausstattung im Innern. In einem Raumgefüge vereint sind Epitaphien aus dem 16. bis 18. Jahrhunderts an Pfeilern und Wänden. Als Epitaph  wird eine Grabinschrift oder ein Grabdenkmal für einen Verstorbenen an einer Kirchenwand oder einem Pfeiler bezeichnet. Außerdem gibt es freiplastische hölzerne Gruppen im Nord- und Südschiff, der spätgotische Lettner und das Chorgestühl von 1512 sowie das einzigartige Glasfenster-Ensemble aus dem 19. Jahrhundert. Der Reichtum dieser verschiedenartigen Werke macht einen großen Reiz der seit 1527 protestantischen Domkirche aus.

 

Bordesholmer Altar im Schleswiger Dom
Bordesholmer Altar im Schleswiger Dom

Dem Wunsch der Herzöge, das Ansehen ihres Domes durch prächtige Monumente zu erhöhen, verdankt die Kirche ihren kostbarsten Schatz, den 1521 von Hans Brüggemann ursprünglich für die Klosterkirche in Bordesholm geschaffene Hochaltar. Der Bordesholmer Altar gelangte im Jahr 1666 aus Bordesholm in den nunmehr als Hofkirche genutzten Schleswiger Dom. Brüggemann arbeitete in freier Anlehnung an seine Zeitgenossen Albrecht Dürer und Tilman Riemenschneider. Die Gruppen sind als Ganzes aus Eichenblöcken geschnitzt und ohne Bemalung, das Schnitzwerk zeigt in fast 400 Figuren den ganzen Trachtenreichtum seiner Zeit.

Weniger bekannt, aber nicht weniger bedeutend ist das repräsentative Renaissance-Grabmal für König Friedrich I. von Dänemark, der im Dom begraben liegt.
Der Dom ist täglich geöffnet: 
Mai - September 9 - 17 Uhr
Oktober - April  10 - 16 Uhr



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Hamburg:

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LübeckDie Synagoge

Die sieben TürmeMarienkircheDomPetrikircheKatharinenkircheAegidienkircheJakobikirche

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