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Zwei Landesmuseen unter einem Dach - Schloss Gottorf

Heute beherbergt das Schloss Gottorf das Landesmuseum für Kunst-und Kulturgeschichte und das Archäologische Landesmuseum, sowie die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf. Nördlich des Schlosses wurde in den vergangenen Jahren der Neuwerkgarten rekonstruiert, einer der ersten barocken Terrassengärten Nordeuropas.

Für Besucher sind das gesamte Areal und eine große Anzahl der Innenräume zugänglich. Ein Teil der ursprünglichen Einrichtung des Schlosses ist erhalten und kann im Rahmen der Museumsrundgänge besichtigt werden. Besonders hervorzuheben sind der festliche Hirschsaal von 1591 und die zweigeschossige Renaissance-Kapelle. Das Schloss wird als bedeutendster Profanbau im Land Schleswig-Holstein betrachtet.
Die Kunst des Mittelalters wird in der imposanten Gotischen Halle von 1490 ausgestellt, einem der ältesten noch erhaltenen Räume der Schlossanlage. Einen Schwerpunkt der Gemäldesammlung zur Renaissance bildet die Gruppe von Werken Lucas Cranachs des Älteren. Eine besondere Kostbarkeit ist die Gutenberg-Bibel von 1452/54.

Schloss Gottorf Nordflügel
Schloss Gottorf Nordflügel Foto: podracerHH

Die wichtigsten Vertreter des „Goldenen Zeitalters“ der dänischen Malerei werden in der Galerie des 19. Jahrhunderts präsentiert. In der Jugendstil-Abteilung verbinden sich Malerei, Plastik und Kunsthandwerk zu einem Gesamtkunstwerk. In der Galerie der Klassischen Moderne mit der Stiftung Rolf Horn sind unter anderem Hauptwerke der drei großen norddeutschen Meister des Expressionismus zu sehen: Emil Nolde, Ernst Barlach und Christian Rohlfs. Die Ausstellung umfasst darüber hinaus eine für Norddeutschland repräsentative Sammlung zeitgenössischer Kunst.

Die Sammlungen des Archäologischen Landesmuseums mit über drei Millionen Fundstücken führen durch die Geschichte Nordeuropas von der Steinzeit bis ins hohe Mittelalter. Sie gehören zu den größten Sammlungen dieser Art in Europa.
Besonders eindrucksvoll sind die kostbaren Gefäße aus Gold und die Dolche und Schwerter aus Bronze, Schmuck- und Gebrauchsgegenstände wie die Fibel von Meldorf.
Zu den bekanntesten Exponaten des Museums zählen die Moorleichen, wie beispielsweise die Moorleiche von Windeby und der Mann von Windeby.
In der Nydamhalle, dem ehemaligen Exerzierhaus neben dem Westflügel des Schlosses, liegt seit Ende des Zweiten Weltkriegs ein Exponat von internationaler Bedeutung: das 23 Meter lange, im Nydammoor bei Sonderburg gefundene Nydam-Schiff, das um 320 n. Chr. gebaut wurde.
ÖFFNUNGSZEITEN
November bis März:
Di-Fr 10-16 Uhr
Sa-So 10-17 Uhr
April bis Oktober:
Mo-Fr 10-17 Uhr
Sa-So 10-18 Uhr

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