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Schloss Tralau in Travenbrück

Das Original, ein zweigeschossiges Herrenhaus, ist 1893 abgebrannt und musste abgerissen werden. Der Neubau ist mehrmals umgebaut worden befindet sich aber in Privatbesitz und wird bewohnt, das Gelände ist nicht mehr frei zugänglich. Es wird, wie bei so vielen Herrenhäusern darum gebeten dies zu respektieren.

Das Gutshaus des früheren Adligen Guts auf Tralau ist es eigentlich ein Herrenhaus, es wird jedoch schon seit geraumer Zeit als Schloss bezeichnet. Das liegt am besonderen Aussehen.

Beim Neubau sind einige Stilrichtungen vertreten, Historismus, gotische Formen, Nordische Renaissance und Jugendstil. Das Haus erhielt ein burgartiges Aussehen.

Schloss Tralau
Schloss Tralau

Es verfügt über zwei Vollgeschosse und einen hohen Turm, der als Aussichtsturm genutzt werden könnte. Die wandfeste Innenausstattung mit Vertäfelungen und Deckengemälden soll dem Vorbild der Neo-Renaissance folgen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es um drei Fensterachsen nach Osten erweitert und erhielt einen zweiten Turm auf der Gartenseite. Die Erweiterungen wurden später wieder zurückgebaut, so dass sich das Schloss Tralau heute wieder in seinem ursprünglichen Zustand zeigt.

Auf dem Gelände, eine Urkunde spricht von 1197, lagen im Mittelalter in der Grenzregion zwischen sächsischem und wendischem Gebiet Wehranlagen. Das Gelände diente mit einer Wallburg genau wie die wenige Fußminuten entfernten Nütschauer Schanzen der Grenzsicherung zeitweise des Limes Saxoniae.

1444 übernahm die alteingesessene Familie Brockdorff den Besitz. In der Folgezeit wurde das Anwesen von der Grundherrschaft zur Gutswirtschaft ausgebaut. Ungefähr zweihundert Jahre waren die Brockdorff hier ansässig, dann folgte ihnen 1647 ein Zweig der uradeligen Familie Rantzau, die das Gut 1702 an verschiedene Besitzer weiterveräußerten.

Zu den bedeutenderen Eigentümern damals gehörten unter anderem von 1754 bis 1781 die Plöner Herzöge und von 1824 bis 1855 die Familie Buchwaldt. 1890 gelangte das Gut in den Besitz der Familie Jenisch, die nach dem Brand das heutige Herrenhaus errichten ließ. Nach weiteren Besitzerwechseln ging das Gut 1932 an den Maler Otto Graf Kerssenbrock, in dessen Familie es die nächsten Jahre verblieb.

Während des Zweiten Weltkriegs und in den darauffolgende Jahren der Not diente das Gebäude der Unterbringung von Ausgebombten und Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten. Der Gutsbesitz wurde verkleinert, das Herrenhaus diente später für einige Jahre als Altersheim. 

 

 

 

 

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