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Der klassische Landschaftsgarten beim Schloss Eutin

Der Eutiner Schlossgarten zählt zu den schönsten klassischen Landschaftsgärten Norddeutschlands und ist als einziger Residenzgarten Schleswig-Holsteins in den wesentlichen Zügen bis heute erhalten. 

Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg (1785 - 1829) ließ dieses Gartendenkmal der Aufklärung von 1787 - 1803 erschaffen, das mit seinem großzügig angelegten Wegesystem, seinen Gewässern und Brücken sowie seinen entdeckungswürdigen Gestaltungselementen wie Grotten, Tempeln, Wasserfällen und einer Skulptur zum Flanieren und verweilen einlädt. Entdecken Sie die Flora-Statue, den Philosophischen Gang mit dem kleinen Wasserfall, das Tuffsteinhaus oder Artemison, den Küchengarten, den Monopteros mit dem Tempelgarten, die Chinesische Bogenbrücke und den Großen Wasserfall.

Seepavillon und Lindenallee

Seepavillon
Seepavillon Eutin

Von 1799 bis 1801 wurde der turmförmige Seepavillon unter der Bauleitung von Peter Richter (1750 - 1805) nahe der imposanten Lindenallee erschaffen, die 1788 auf Grundlage eines schnurgeraden Heckenweges angepflanzt wurde. Beide Gartenelemente werden nach dem philosophischen Konzept des Gartens als Motive mit besonderem Ausdruck gedeutet. Der sechseckige Pfahlbau, der anfänglich nur über 6 Stufen vom Ufer aus erreichbar war, wird durch die Einfachheit seiner Bauweise und wegen seines unvollendeten Eindruckes allgemein als Symbol der menschlichen Anfänge oder der Unwissenheit gedeutet.

Lindenallee
Lindenallee

Die Allee, die aus 55 Baumpaaren auf einer Strecke von 335 Metern besteht, entspricht dem Weg der Jugend, auf den eine lenkende Kraft einwirkt. Mit Blickachse auf die Flora-Statue führt die Lindenallee zu einem Scheideweg, der sich nach Osten und Westen teilt und eine Richtungswahl erfordert.

Die Schlossgrabenbrücke

Schlossgrabenbrücke
Schloss Eutin mit Brücke

Bereits zwischen 1717 und 1722 wurde infolge des Schlossumbaues im barocken Repräsentationsstil ein direkter Zugang zum damals neu angelegten Französischen Garten über eine Schlossgrabenbrücke geschaffen.In den Jahren 1800 und 1859 wurde sie jeweils grunderneuert und durch neue Brücken ersetzt. Die Brücke von 1800 trug ein schmiedeeisernes und schwarzgestrichenes Geländer. Als auch diese 1859 erneuert wurde, erhielt die neue Schlossgrabenbrücke ein Geländer aus Gusseisen. Bei der von 2011/2012 vorgenommenen Restaurierung verwendete man dieses Geländer erneut. Die heutige Fassung in einem gedeckten Blauton wurde nach Pigmentanalysen der historischen Farbgebung vorgenommen.


 

 

 

 

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