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Die St. Katharinenkirche in Hamburg

Sankt Katharinen ist eine der fünf Hamburger Hauptkirchen. Ihr Turmschaft aus dem 13. Jahrhundert gilt nach dem Leuchtturm von Neuwerk als das zweitälteste aufrecht stehende Bauwerk Hamburgs.

Sie liegt gegenüber der Speicherstadt an der Straße Bei den Mühren und ist herkömmlich die Kirche der Seeleute.
Der 1657 errichtete barocke Turmhelm mit mehreren Stufen trägt die Krone der heiligen Katharina. Sie wurde von Hermann Rentzel gestiftet und der Sage nach aus dem Goldschatz Klaus Störtebekers hergestellt.

St. Katharinen Hamburg

Nach weitgehender Zerstörung während eines Bombenangriffs am 30. Juli 1943 blieben im Wesentlichen nur noch die Außenmauern und der Turmschaft erhalten.
1957 war der zerstörte, 116,7 Meter hohe Turm durch eine Stahlkonstruktion in der Form des 17. Jahrhunderts wiederhergestellt.
Die Innenausstattung der Kirche ist großteils nach der Zerstörung neu geschaffen. Die Kreuzigung Christi ist eine Malerei des Hamburger Malers Wilm Dedeke um 1500. Zwei Holzplastiken stammen aus dem 14. Jahrhundert und wurden neu erworben, sind aber aus süddeutscher Schule. Ebenfalls nicht erhalten blieben die 1908 von dem Hamburger Künstler und Heidemaler Hermann de Bruycker gestalteten Fenster. Für die Kirche schuf die Malerin Ingeborg zu Schleswig-Holstein 1984 bis 1986 den Bilderzyklus Weg ins Licht aus 24 Tafelbildern sowie zwölf Rosetten für den Obergaden.
Anfang des 18. Jahrhunderts war Johann Sebastian Bach mehrmals Gast in St. Katharinen, da er die Orgel sehr schätzte. Bis heute bekannt ist sein Orgelkonzert im Jahre 1720 vor den Honoratioren der Stadt; sein Orgelwerk Fantasie und Fuge g-Moll geht auf dieses Ereignis zurück.
Berühmte Organisten wie Heinrich Scheidemann und Johann Adam Reincken waren in Sankt Katharinen angestellt und veranlassten eine Erweiterung der Orgel. Als Director musices wirkte Georg Philipp Telemann ab 1721 in Hamburg.

 

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