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Sankt-Petri-Kirche Hamburg

Die Sankt-Petri-Kirche ist die älteste Pfarrkirche Hamburgs. Sie ist nach dem Apostel Petrus benannt und gehört zu den fünf Hamburger Hauptkirchen.

Der 132 Meter hohe Kirchturm kann über 544 Treppenstufen bis auf eine Höhe von 123 Metern bestiegen werden und bietet durch Bullaugen einen guten Überblick über die Hamburger Innenstadt.

St. Petri Hamburg
St. Petri Hamburg

Die Petrikirche steht am höchsten Punkt eines Geestrückens, an dem sich die erste Hamburger Siedlung bei der Hammaburg befand. Die Ursprünge der Kirche als Holzkapelle werden für spätestens Anfang des 11. Jahrhunderts angenommen, die erste urkundliche Erwähnung fand sie 1195 als ecclesia forensis (Marktkirche). Sie ist nach dem 1805 abgerissenen Mariendom die zweitälteste Kirche in Hamburg-Altstadt.
St. Petri bewahrt zwei Darstellungen des ersten Hamburger Bischofs Ansgar von Bremen, des „Apostels des Nordens“, aus dem alten Mariendom: im Nordschiff ein Hans Bornemann zugeschriebenes Tafelgemälde von etwa 1460, an einem Pfeiler im Chorraum eine Holzstatue aus der Werkstatt von Bernt Notke von 1480/83.
Aus St. Petri stammt der sogenannte Grabower Altar des Meister Bertram von Minden (ca. 1340–1414/15), geschaffen 1379/83. Dass ihn die Gemeinde von St. Petri 1731 an die Kirche von Grabow schenkte, hat ihn vor der Zerstörung im Großen Brand 1842 gerettet. 1903 kaufte Alfred Lichtwark ihn für die Hamburger Kunsthalle zurück. Der ehemalige Hochaltar von St. Petri zeigt den Anspruch und Reichtum der Bürgerschaft: Man wählte einen der bedeutendsten, aus dem Prager Umkreis des Kaisers stammenden Künstler.

Der während der Reformation hier wirkende Pastor Johannes Aepinus wurde seinerzeit vor dem Altar begraben. 

 

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