1055

1056-1109 in Hamburg, Stormarn und der Traveregion

Geschichte in Hamburg, Stormarn und der Traveregion

1066 und 1078: Die Wenden verwüsten Haithabu, Nordelbingen und die Stadt Hamburg, weshalb die Erzbischöfe Hamburg verließen und fortan in Bremen residierten; Hamburg verlor seine kirchliche Vormachtstellung im Norden.
Ansverus (auch Ansuerus, deutsch Answer) (* 1038 in Schleswig/Haithabu; † 15. Juli 1066 bei Ratzeburg) war ein Benediktinermönch und Heiliger.
Im Sommer 1066 erhoben sich die Abodriten gegen ihren christlichen Herrscher Gottschalk. Kirche und Kloster wurden teilweise zerstört. Am 15. Juli wurde der Abt Ansverus mit seinen 18 Mönchen gefangen genommen, nach Einhaus bei Ratzeburg gebracht und dort auf dem Rinsberg durch Steinigung getötet. So starb er im Alter von 28 Jahren als Märtyrer.

Aus Überlieferungen erstellte um 1075 herum „Adam von Bremen“ für die Erzbischöfe Hamburgs eine Chronik mit dem am ältesten erhaltenen Text über den Grenzverlauf.
1056 – 1106 Heinrich IV. Während der Regentschaft seiner Mutter Agnes von Poitou (bis 1062), des Erzbischofs Anno von Köln (bis 1063) und Adalberts von Bremen (bis 1065) wächst die fürstliche Macht.  Adalbert wird 1066, nach der Regierungsübernahme durch Heinrich, von den Fürsten gestürzt. Im Kampf mit den Fürsten stützt sich Heinrich auf den niederen Adel, die Ministerialen und die Bürger der aufstrebenden Reichsstädte. Sein rücksichtsloses Vorgehen bei der Abrundung seiner Besitzungen in der Harzgegend führt zum Aufstand der Sachsen, dem Überfall auf Heinrich in der Harzburg und der Zerstörung der Burgen (1073), darauf Friede von Gerstungen. Die Sachsen unterwerfen sich 1075 nach dem Sieg Heinrichs bei Homburg a.d.Unstrut endgültig.  
Um 1060 wurde Hamburg in die erzbischöflich regierte Altstadt und die herzogliche Neustadt geteilt, da die Stadt ein enormes Wachstum verbuchte. Hamburg wurde erneut zentraler Ausgangspunkt für die Missionierung der skandinavischen Länder und erste Handelsbeziehungen gen Norden und Osten wurden aufgebaut, die bis nach Island, Grönland und Finnland reichten. Ein Ausbau der Befestigungsanlagen wurde geplant, doch Erzbischof Adalbert (ein Glasmosaikbild befand sich auf dem Kaiser-Karls-Brunnen) wurde auf dem Reichstag zu Tribur 1065 gestürzt. Durch die Machtkämpfe um die Nachfolge sahen die Obodriten unter ihrem Fürsten Kruto eine Chance und fielen in Nordalbingien ein.
1061 baute sein Sohn Ordulf in Hamburg außerhalb der Umwallungen die so genannte Wasserburg, auch Neue Burg genannt, im Bereich der heutigen Nikolai-Ruine/Hopfenmarkt. Der Marktplatz, das Zentrum des damaligen Lebens, befand sich gegenüber der heutigen Petri-Kirche. In der Amtszeit des Erzbischofs Adalbert, der nicht nur ein Freund Heinrichs III., sondern auch Erzieher und Berater seines Sohnes Heinrich IV. war und einem Gerücht zufolge die Papstwürde ablehnte, blühte Hamburg zwischen 1043 und 1072 auf. 
1076: Adam von Bremen beschreibt das erste Mal die Gegend. Er erwähnt zum ersten Male das uberelbische Volk der „Sturmarii“ und lobt dieses darin in höchsten Tönen für seinen Mut und seine Tapferkeit. Die ursprüngliche germanische Bezeichnung für die Einwohner Stormarns lautet „Sturmwarij a“, gebildet aus dem Landschafts- und Gaunamen „Sturma“,  also „Einwohner von Sturm“ und nennt die Bevölkerung "Sturmanii". Später übertrug sich diese alte Gau- und Einwohnerbezeichnung auf die schauenburgische Grafschaft Stormaria. 
Wohl um 1090 in Quernheim bei Hameln wurde Vicelin als Sohn begüterter Eltern geboren.

Deutsche Geschichte
Hildegard von Bingen (* 1098 in Bermersheim vor der Höhe (Ort der Taufkirche) oder in Niederhosenbach (damaliger Wohnsitz des Vaters Hildebrecht von Hosenbach); † 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg bei Bingen am Rhein) war Benediktinerin, Dichterin und eine bedeutende Universalgelehrte ihrer Zeit. In der römisch-katholischen Kirche wird sie als Heilige und Kirchenlehrerin verehrt. Daneben wird auch in der anglikanischen und evangelischen Kirche mit Gedenktagen an sie erinnert.
Hildegard von Bingen gilt als erste Vertreterin der deutschen Mystik des Mittelalters. Ihre Werke befassen sich mit Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie. Sie war auch Beraterin vieler Persönlichkeiten. Von ihr ist ein umfangreicher Briefwechsel erhalten geblieben, der auch deutliche Ermahnungen gegenüber hochgestellten Zeitgenossen enthält, sowie Berichte über weite Seelsorgereisen und ihre öffentliche Predigertätigkeit.
Am 7. Oktober 2012 ernannte Papst Benedikt XVI. die heilige Hildegard zur Kirchenlehrerin („Doctor Ecclesiae universalis“)  und dehnte ihre Verehrung auf die Weltkirche aus. Ihre Reliquien befinden sich in der Pfarrkirche von Eibingen.
1077 Gang nach Canossa , Heinrich IV leistet Abbitte bei Papst Gregor VII.
1084 Kaiserkrönung Heinrich IV.

Abdankung am 31. Dezember 1105.
1106: Heinrich V. wird römisch-deutscher König und 1111 römisch-deutscher Kaiser
Europäische Geschichte
1066 Wilhelm der Eroberer erobert England und wird englischer König
1075 Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst
Weltgeschichte
1096 - 1099 erster Kreuzzug , 1099 Eroberung Jerusalems

 

1110