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1186 - 1191 Reinfeld und die Gründung des Klosters

Geschichte in Hamburg, Stormarn und der Traveregion
Reinfelds Gründung geht auf das Jahr 1186 zurück, als auf Veranlassung von Graf Adolf III. von Schauenburg sich Zisterziensermönche aus dem Kloster Loccum hier niederließen und das Kloster Reynevelde (purus campus) gründeten.


Kloster Reinfeld


Lokfeld, der Gemeindeteil von Barnitz, wurde erstmals 1189 urkundlich erwähnt. Das Dorf umfasst einen Ortskern mit 40 Häusern und vier Siedlungshöfen im 'Heckkaten'. Darunter finden sich zwölf kombinierte Wohn - Wirtschaftsgebäude, fünf Altenteile, eine ehemalige Schule, eine alte Schmiede, einen ehemaligen Baubetrieb und eine ehemalige Schankwirtschaft. Zu zweien der übrigen vierundzwanzig reinen Wohnhäuser gehören noch separate Stallungen, die heute, wie in den kombinierten Wohn/Wirtschaftsgebäuden auch, als Lager- oder Hobbyräume genutzt werden. 
Auch Zarpen wurde erstmals urkundlich erwähnt. 
Meddewade: Eine erste Erwähnung des Namens Midwalde in der Gründungsurkunde des Klosters Reinfeld von 1189 bezog sich nicht auf das Dorf sondern auf ein nicht näher lokalisiertes Waldstück in der Nähe des Klosters, der Name wurde erst im 14. Jahrhundert in das Dokument eingefügt. Das Gebiet, in dem Meddewade liegt, wurde bereits vor 5.000 bis 10.000 Jahren besiedelt. Im Dorfgebiet selbst fand man Flintstein-Artefakte, Reste von 14 bronzezeitlichen Hügelgräbern und eisenzeitliche Urnenfelder. Direkte Ansiedlungsspuren für das Dorfgebiet sind erst ab dem 8. Jahrhundert nachweisbar, es ist jedoch noch nicht geklärt, ob es sich bei den Siedlern um germanische oder slawische Stämme handelte.
Heilshoop wurde erstmals 1189 als Haleshope urkundlich genannt, als es dem Zisterzienser-Kloster Reinfeld gehörte. Es ist jedoch wahrscheinlich bereits früher von Slawen gegründet worden.

Das Kloster:

Zunächst begann man mit der Ernährung. Man legte Teiche an, in denen Karpfen gehalten wurden. Der größte und bekannteste ist der Herrenteich. In der Spitze sollen es 60 gewesen sein. Der beim Abfischen gefangene Karpfen schmeckt noch brackig und wird deshalb noch einige Wochen in klarstem Wasser gehalten um zu seinem feinen Geschmack zu kommen. Diese Teiche nennt man Hälterteiche.

Als Gründungsjahr wird 1186 angenommen, da es in mehreren Chroniken so erscheint. Die Gründungsprozedur ist aber nirgends mehr zu finden und die Chroniken sind auch fragwürdig, da immer wieder kopiert wurde und Originale aus welchen Gründen auch immer nicht mehr existieren.

In der aktuellen Fassung der Rostockschen Chronik heisst es z.B.  "Da man schref MCLXXXVI , da ward Reinfeld begrepen van Munken". 

Für die Namensfindung gibt es zwei Varianten. Einmal taucht in der "Schleswig-Holsteinischen Kirchengeschichte" auf, dass der Lübecker Bischof Diederich die erste kleine Holzkirche zu Ehren der Jungfrau Maria, die ja auch für Reinheit steht, weihte und dem Ort den Namen Reynevelde gab. Eine andere Quelle wiederum besagt, dass die erste Kirche der seeligen Märtyrerin Agnes geweiht wurde und die Siedlung bei dieser Gelegenheit den Namen Reynevelde bekam.

 

Hamburg: 1188 wird die Neustadt gegründet, und die ersten Hafenanlagen am oberen Nikolaifleet werden gebaut. Dies ist die Keimzelle für das spätere Tor zur Welt, den Hamburger Hafen. Hamburg übernimmt das lübsche Recht. 1189 erhält Hamburg von Kaiser Barbarossa einen Freibrief, der den Bewohnern der Stadt zollfreie Fahrt bis zur Nordsee gestattet. Heute hat Hamburg den größten Seehafen Deutschlands. Der offene Tidehafen ohne Schleusen ist jederzeit erreichbar. Hamburg gehört zu den wichtigsten Seegüterumschlagplätzen der Welt. Von besonderer Bedeutung ist der Containerumschlag. Zeitweilig galt Hamburg mit seinen zeitweilig 600 Brauereien sogar als „Brauhaus der Hanse“. 

1190 wählten die bischöfliche Altstadt und die gräfliche Neustadt einen aristokratischen Rat, begünstigt durch die Abwesenheit Adolf III., der sich an dem Dritten Kreuzzug beteiligte. Diese Freiheit resultierte in dem Bau zweier Rathäuser (1200).

Europäische Geschichte
In seinen letzten Jahren bereitete Barbarossa nach der Niederlage des Königs von Jerusalem gegen Saladin 1187 einen weiteren Kreuzzug vor. Am 11. Mai 1189 brach der Kaiser auf, doch ertrank er dreizehn Monate später kurz vor seinem Ziel.
Die Urkunde des Barbarossaprivilegs für Lübeck trägt das Datum 19.9.1988, das Datum des Barbarossaprivileges für Hamburg trägt das Datum 7.5.1989, dem Ausgangsdatum für den jährlichen Hafengeburtstag. Die Reichsfreiheit bleibt jedoch lange bestritten und wird von Holstein/Dänemark erst 1768 anerkannt. 
Heinrich VI. aus dem Geschlecht der Staufer war ab 1169 römisch-deutscher König und ab 1191 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Von 1194 bis zu seinem Tod war er zugleich König von Sizilien.

Weltgeschichte
12.und 13 Jh. Mongolen erobern Asien und Osteuropa

 

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