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1225 - 1239 Viele Orte entstehen, bekommen Lübecker Recht und das Kloster Reinfeld entsteht

Geschichte in Hamburg, Stormarn und der Traveregion
1225/26 nutzten die Lübecker ihre Chance und erlangten in geschickter Ausnutzung der politischen Konstellation von Kaiser Friedrich II. das Reichsfreiheitsprivileg. 

 

Die Stadt sollte immer frei – das heißt nur dem Kaiser/König untertan - und Teil des Reiches sein. Damit errang zum ersten Mal eine Stadt des Reiches den gleichen politisch-rechtlichen Status wie die benachbarten Landesfürsten. Am 22. Juli 1227, dem Tag der heiligen Maria - Magdalena, wurde in der Schlacht bei Bornhöved zwischen dem Königreich Dänemark unter Waldemar II. und einer Koalition aus norddeutschen Fürsten, Bischöfen und Städten. Zu dieser zählten der Bremer Erzbischof Gerhard II., Herzog Albrecht von Sachsen, die Grafen Adolf von Holstein und Heinrich von Schwerin, die wendischen Herren sowie ein Lübecker und Hamburger Aufgebot. Die Macht der Dänen war nahezu endgültig gebrochen. Die Heilige Maria Magdalena wurde zur Lübecker Schutzpatronin erklärt und man widmete ihr ein von den Dominikanern geführtes Kloster, das anstelle der geschleiften stadtherrlichen Burg errichtet wurde, und deshalb bis heute Burgkloster heißt. So schuf der Ausgang der Schlacht letztlich die Voraussetzungen für die staatsrechtliche Vereinigung Schleswigs und Holsteins (1460), den Aufstieg Lübecks zur führenden Hansestadt sowie die Herausbildung des deutschen Ordensstaates.
Das Katharinenkloster in Lübeck bestand als Kloster der Franziskaner (der so genannten fratres minores oder Minderen Brüder) von 1225 bis zur Reformation 1531.
Der Bau der Petrikirche beginnt 1226, der Jakobikirche und der Aegidienkirche ein Jahr später, 1230 ist der erste Dom fertig.
1233/34 Waldemar II. und Adolf IV. belagern Lübeck. Das Eingreifen des Papstes stellt den Frieden wieder her.
Hamburg unterwarf sich Adolf IV. von Schauenburg, der ab 1228 Herr der gesamten Stadt war. Er stiftete bereits vor seiner Herrschaft über die Stadt (1227) Hamburgs erstes Kloster, das St.-Maria-Magdalenen-Franziskanerkloster (an der Stelle der heutigen Börse, wurde 1837 abgerissen). Adolf IV. überließ Hamburg nahezu sich selbst und seiner positiven Entwicklung. Durch die Privilegien des Freibriefes konnten sich Handel und Gewerbe (vor allem die Bierbrauerei) frei entwickeln. Kaufmannsgilden und auswärtige Handelshäuser wurden errichtet. 1239 zog sich Adolf IV. in das von ihm gestiftete Kloster zurück und erhielt später in Rom die Priesterweihe (1244). Ab 1240 wurde eine neue Befestigungslinie angelegt, die bereits um 1250 den größten Teil der Hamburger Altstadt umgab und deren Grundrisse und Namen noch heute das Stadtbild prägen (Lange Mühren, Kurze Mühren, Steintor, Millerntor, Alstertor). In dieser Phase des Aufbaus entstanden auch etliche Klöster und Spitäler.
Erstmals wurd Barsbüttel 1228 als Bernekesbuttle urkundlich erwähnt und gehört zu den Büttel-Ortschaften. Erst 1609 im Tausch gegen andere Ländereien gelangte es zum alten Amt Reinbek.
Der Name der Stormarner Stadt Glinde (niederdeutsch Glinn) wird zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde vom 25. März 1229 erwähnt. In der Urkunde übertrug Graf Adolf IV. von Holstein das Dorf Glinde an das nahegelegene Zisterzienserinnenkloster Maria Magdalen. (Das Kloster zog um 1250 an den heutigen Ort Reinbek.) Glinde diente nun zur Unterstützung der Ernährung der Nonnen.
Hamfelde wurde ursprünglich als Siedlung beiderseits der Bille gegründet. Durch unterschiedliche Lehensvergabe rechts und links der Bille wurde es im frühen Mittelalter in eine Stormarner und eine lauenburgische Gemeinde geteilt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hamfelde 1230. Köthel wurde als „Cotle“ im Jahr 1230 im Ratzeburger Zehntregister zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Die Klosterkirche Reinfeld wird 1235 geweiht
Lauenburg: Ältere Quellen weisen darauf hin, dass Herzog Albrecht I. nach dem Sieg bei  Bornhöved (1227) unterhalb der Burg eine Stadt anlegen wollte. Der erste Pfarrer der Kirche wurde erstmals 1243 erwähnt. Das Stadtrecht erhielt Lauenburg vor dem Jahr 1260.
Wulfsdorf wird als Dorf unter dem Namen wuluoldesdorp (Wulfoldsdorf) im Jahre 1238 erstmals urkundlich erwähnt , und zwar anlässlich seines Verkaufes an das Hamburger Domkapitel.
Hamfelde wurde ursprünglich als Siedlung beiderseits der Bille gegründet. Durch unterschiedliche Lehensvergabe rechts und links der Bille wurde es im frühen Mittelalter in eine Stormarner und eine lauenburgische Gemeinde geteilt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hamfelde 1230.
Die frühgotische Nikolaikirche in Dassow entstand als Granitquaderbau in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert. Sie wird bereits 1230 im Ratzeburger Zehntregister erwähnt, welches die damals zum Bistum Ratzeburg gehörenden Ortschaften, geordnet nach Kirchspielen, auflistet. 
Segeberg erhielt 1230 das Lübecker Stadtrecht. Von Gerhard II. und Gerhard III. wurde die Befestigungsanlage ausgebaut, die 1459 in den Besitz Christians I. von Dänemark kam. Oldesloe bekommt das Lübecker Stadtrecht erst 1238.
1233 kam Klein Barnitz als Schenkung an das Lübecker Domkapitel. 
Köthel wurde erstmals 1238 urkundlich erwähnt. 


 

Deutsche Geschichte
Um 1225/26 fertigt der Lübecker Domherr Marold einige Schriftstücke, die die Geschichte beeinflussen, darunter auch das Barbarossaprivileg. Wer weiß, wer sich sonst noch mit Fäschungen beschäftigt hat und was es dadurch für denjenigen für Vorteile gab?
Kaiser Friedrich II. jedenfalls erteilt daraufhin Lübeck auch den Reichsfreiheitsbrief.

Europäische Geschichte
Das 13. Jahrhundert muss in handelswirtschaftlicher und - heute noch sichtbar - baugeschichtlicher Hinsicht der Höhepunkt der Lübecker Geschichte gewesen sein. Nachdem die bisherige Hauptkonkurrentin, Schleswig, um 1230 auf den Status einer Landstadt zurückgefallen war, hatte Lübeck fast ein Monopol im Ost-West-Handel und vice versa. Die Umlandfahrt um Skagen herum, die direkte Seeverbindung zwischen Ostsee und Nordsee war wegen der vorherrschenden nord-westlichen Winde gefährlich, so dass sie bis in die zweite Hälfte des Jahrhunderts nur selten vorgenommen wurde. Die Waren des Ost-West-Handels wurden über Lübeck nach Westen über Hamburg, aber auch nach Süden verhandelt. Außerdem ging das Zeitalter der kaufmännischen Fahrtgenossenschaften, das fast einen freihändlerischen Charakter gehabt hatte, seinem Ende entgegen. Es wurde ersetzt von einer Handelspolitik, die zunehmend vom einzelstädtischen Egoismus geprägt war. Die Funktion Lübecks wandelte sich von einer Transithandelsstadt (die sie heute wieder ist) zu einem Umschlagszentrum, in dem die fremden Kaufleute gezwungen waren, ihre Waren eine bestimmte Zeitspanne zum Verkauf anzubieten (drei bis acht Tage nach den Ordnungen des 14. Jahrhunderts). Man muss sich klar machen, dass die Lübecker aus diesem Angebot jeweils das beste aussuchen und als eigenes Handelsgut weiterverhandeln konnten, was ihnen im Wettbewerb mit anderen einen kaum abschätzbaren Vorteil bot. Es bedeutete zu anderen, dass in Lübeck fast das gesamte Warenangebot des Ostseeraums gestapelt wurde, es somit der selbstverständliche Mittelpunkt dieses Handels als Waren- und Informationszentrum war. Neben dem Vorteil der verkehrsgeographischen Lage profitierte Lübeck von seiner außenpolitischen Bewegungsfreiheit, die sie als Reichsstadt weit im Norden, fern vom Kaiser hatte. Beides führte zu einer erfolgreichen Politik des Privilegienerwerbs. Die Ratsherren als Gesandte der Stadt erwarben zum Teil für die Lübecker allein, aber auch für die Kaufleute anderer niederdeutscher Städte, Handelsprivilegien entlang der Ost-West-Route von Novgorod, Gotland bis Brügge. Flankiert wurde die Politik des Privilegienerwerbs durch Bündnisse zwischen niederdeutschen Städten. Daraus bildete sich im 13. Jahrhundert die Interessenvereinigung der niederdeutschen Städte, die sich um die Mitte des 14. Jahrhunderts unter veränderten wirtschaftlichen Bedingungen unter dem Namen der dudeschen hense enger zusammenschloss. 
Weltgeschichte
12.und 13 Jh. Mongolen erobern Asien und Osteuropa 

 

 

 

 

1239

13.-16 Jh. Inkas und Azteken, Mittel- und Südamerika