1325

1345 - 1355 Das Kloster Reinfeld wird das reichste und mächtigste Kloster in Holstein

Geschichte in Hamburg, Stormarn und der Traveregion
Erstmals erscheint das Siegel der Stadt Oldesloe, das auf einem Nesselblatt das Bild des Apostels Petrus mit einem Schlüssel in der Hand zeigt. 

Neritz (Stormarn) liegt an der alten Handelsstraße zwischen Hamburg und Lübeck und wird 1345 erstmals erwähnt. Das Dorf Wulksfelde gehört jetzt dem hamburgischen Domkapitel.

1346 wird Elmenhorst, Stormarn erstmals zweifelsfrei urkundlich erwähnt. (Bei einer Nennung 1230 ist unklar, ob nicht auch das lauenburgische Elmenhorst gemeint sein konnte).

Aumühle wird im Jahr 1350 als „Au-Mühle“ („Owmole“: Mühle an der Schwarzen Au) erstmals urkundlich erwähnt.

Kloster Reinfeld
Das mächtigste Kloster in Holstein

Von 1352 bis 1582 gehörte das Dorf Benstaben (heute ein Ortsteil von Barnitz) dem Kloster Reinfeld, anschließend wurde es vom alten landesherrlichen Amt Reinfeld verwaltet. Heidekamp, eine ursprünglich slawische Gründung, wurde erstmals 1352 erwähnt. Es gehörte damals auch zum Kloster Reinfeld.

Auch von Rehhorst ist erst in diesem Jahr die Rede.

Zu dieser Zeit ist das Kloster Reinfeld das mächtigste und wohl auch reichste der ganzen Umgebung geworden. Zur einstigen Stiftung sind im Laufe der Jahre durch Einnahmen aus der Landwirtschaft und der Saline Lüneburg, die immer wieder zu Zukäufen von Land verwendet worden immer mehr Höfe, Mühlen, oft komplette Dörfer hinzugekauft worden, auch Schenkungen vermehrten den Reichtum.

Bis 1347 kamen Badendorf, Meddewade, Klein Wesenberg, Neuengörs, Seefeld, Bühnsdorf und Bahrenhof dazu.

In irdischen Streitfällen, griff man durchaus auf geistliches Recht zu. Diese Praxis war nicht unwesentlich Anlass zur späteren Reformationsbewegung. So schlug man sich im irdischen Streit zwischen Hamburgern und Wurstenern, die den Bereich der Elbmündung beherrschten auf die Hamburger Seite.

Man nannte dann Land auf den Elbinseln, in Lauenburg, an der Ostsee in Ostholstein, Mecklenburg, Pommern und sogar in Livland (heute Estland und Lettland) sein eigen. 

 

 

 

 

Deutsche Geschichte

1347 -1353 Der Schwarze Tod wütet in Lübeck

Erste Judenverfolgungen

1346 wird der spätere Kaiser Karl IV zunächst römisch-deutscher König, 1355 dann römisch-deutscher Kaiser.

Europäische Geschichte

Noch 1343 werden vom König von Schweden und Norwegen die deutschen Vorrechte in Bergen und Schonen bestätigt.

Drittelstage in der Hanse wurden zur Erörterung besonders von flandrischen Fragen abgehalten und ergänzten die Hansetage. Der Name leitet sich von den Drittel genannten Städtegruppen ab. 1347 wurde in den Statuten des Hansekontores in Brügge zum ersten Mal die Existenz der Drittel erwähnt. Das Kontor wurde zu je einem Drittel von den lübisch-sächsischen, westfälisch-preußischen und den gotländisch-livländischen Städten verwaltet. Es wird vermutet, dass diese Aufteilung der damaligen Machtverteilung innerhalb der Hanse entsprach.  Jedes Drittel wurde von einer Vorort genannten Stadt geführt. Zu Beginn waren dies: Lübeck, Dortmund und Visby. Die anderen (weniger bedeutenden) Kontore waren nicht nach diesen Dritteln organisiert.

Offensichtlich war es vorteilhaft, die führende Stadt innerhalb eines Drittels zu sein, denn schon bald gab es inner-hansische Auseinandersetzungen um die Aufteilung und Führung der Drittel. Köln löste Dortmund in der Führung des westfälisch-preußischen Drittels ab, zwischen Visby und Riga wechselte die Führungsrolle im gotländisch-livländischen Drittel mehrfach. Die damalige Bedeutung Lübecks wird auch daran deutlich, dass die Führungsrolle der Stadt im mächtigsten lübisch-wendischen Drittel niemals angegriffen wurde.

1345 wird in einer lange verschollenen Stadt ein Testament verfasst. Die Lage der Stadt, nach Sturmfluten verlorengegangen, ist lange ein Geheimnis; die Stadt, sagenumwoben wurde zur Legende. Nirgends ließ sich etwas über sie in Erfahrung bringen. Der Name: Rungholt. Erst bei Recherchen in Archiven unseres Nachbarn Dänemark fand sich dieses Testament als ältester Beweis. 

1346 wird Karl IV. Römisch-Deutscher König, von 1355 bis zu seinem Tod 1378 Römisch-Deutscher Kaiser

1347 -1353  Die großen Pestepedimien seit Mitte des 14. Jahrhunderts, die etwa einem Drittel bis etwa der Hälfte der europäischen Bevölkerung den Tod brachte, führte zu einer lang anhaltenden Rezession, die in Lübeck bis an den Anfang des 16. Jahrhunderts dauerte. Hamburg bedauerte 6000 Pestopfer.

Weltgeschichte

13.-16 Jh. Inkas und Azteken, Mittel- und Südamerika

 


 

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