5. - 8. Jhdrt. im Raum Lübeck und Stormarn

800 v.Chr.

Geschichte in Stormarn und der Traveregion

Bis etwa 600 wird Stormarn von Sachsen besiedelt, die Ostgrenze Stormarns zum heutigen Kreis Herzogtum Lauenburg stimmt in etwa mit der historischen Grenze zwischen Sachsen und Wenden der damaligen Zeit überein.  

800: An der Mündung der Schwartau in die Trave errichten Wenden die Burganlage von Alt Lübeck

Dieser etwa zur Zeit Karls des Großen (748–814) entstandene Ort Liubice („die Liebliche“) lag nördlich der Lübecker Altstadtinsel zwischen der heutigen Teerhofinsel und der Mündung der Schwartau in die Trave. Als wichtiges Bodendenkmal wurde er durch eingehende Ausgrabungen untersucht. In diese Zeit gehört auch der Pöppendorfer Ringwall. 

Um 800 herum dehnte sich das fränkische Großreich bis in den Norden aus. Karl der Große zog gegen die Sachsen in die Schlacht. In der Schlacht bei Bornhöved dem Suentana ("Heiliges Feld") (20 km östlich von Neumünster, von 1299 bis 1426 hatte der Ort lübische Stadtrechte) trafen 798 die mit den slawischen Abodriten unter ihrem Heerführer Drasco verbündeten Franken siegreich auf die Sachsen (die Holsten) und die Christianisierung konnte hier beginnen. Die fränkische Führung hatte der Legat Eburis. Die Wenden (Westslawen) sollten dann eine Pufferfunktion zwischen den Dänen und den Franken bekommen. Ganz ging der Plan aber nicht auf, die Burg Esesfelth, westlich von Itzehoe wurde auf Karls Befehl hin errichtet und bildete den norddeutschen Brückenkopf. In die gleiche Zeit fällt die Befestigung der Südgrenze Dänemarks mit dem Danewerk. Der dänische König Göttrik ließ es errichten. Das Danewerk gilt als das größte archäologische Denkmal Nordeuropas und zugleich als dänisches Nationaldenkmal. Das Danewerk verlief von Hollingstedt nach Haithabu (oder dem heutigen Schleswig) auf einer Länge von 30 km. 

Erst nach dem Tod von König Göttrik kam es zu einem friedlichen Nebeneinander.

In Fresenburg steht eine slawische Burg. Der wichtigste Hafen der Wagrier war Starigard mit einem mächtigen Ringwall, heute der Standort des Oldenburger Wallmuseums.

Oldenburger Wallmuseum
Geschichte Oldenburger Wallmuseum

Das Gebiet, in dem Meddewade liegt, wurde bereits vor 5000–10000 Jahren besiedelt. Im Dorfgebiet selbst fand man Flintstein-Artefakte, Reste von 14 bronzezeitlichen Hügelgräbern und eisenzeitliche Urnenfelder. Direkte Ansiedlungsspuren für das Dorfgebiet sind aber erst ab dem 8. Jahrhundert nachweisbar, es ist jedoch noch nicht geklärt, ob es sich bei den Siedlern um germanische oder slawische Stämme handelte.

Deutsche Geschichte

5. und 6. Jh. Fränkisches Reich bildet sich in West- und Mitteleuropa

529 Benediktinerregel, Beginn des Klosterlebens

689 Sieg Pippins des Mittleren (679 bis 714 der tatsächliche Machthaber im Frankenreich) über die Friesen. Danach Christianisierung der Friesen durch den angelsächsischen Mönch Willibrord

Um 700 herum entsteht Reric, nicht zu verwechseln mit der heutigen Stadt Rerik am Salzhaff, die ihren Namen in bewusster Anlehnung an Reric zu einer Zeit erhielt (1938), als dessen Lage noch unbekannt war. Auch Lübeck oder Michelenburg wurde irrigerweise für diesen Seehandelsplatz im Stammesgebiet der Abodriten angenommen, jetzt ist aber gewiss, dass es in der Wismarer Bucht nördlich von Wismar bei Groß Strömkendorf lag. Im Jahr 808 wurde Reric vom Dänenkönig Gudfred zerstört und ging nach der Umsiedlung ihrer internationalen Bevölkerung unter. Die Rolle als Seehandelsplatz ging daraufhin auf Haithabu über, wo die entführten Kaufleute angesiedelt wurden.

Europäische Geschichte

6. Jh. Beginn der Herrschaft der Angelsachsen in Britannien

Im Norden entsteht zwischen 704 und 710 Ribe

Weltgeschichte

7. und 8. Jh. Ausbreitung des Islam in Vorderasien, Nordafrika und Spanien

700