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9. - 11. Jhdrt.  dunkle Jahre?, fragwürdige Jahre Karolinger

Geschichte in Stormarn und der Traveregion

Es fällt recht schwer korrekt über diese Zeit zu berichten, nahezu die einzigen Quellen, die einzigen Zeugen dieser Zeit zu Personen und Besitzverhältnissen sind Schriftstücke, meist handschriftlich vervielfältigt und nur noch als solche Kopie vorhanden. Der überwiegende Teil dürfte überhaupt nicht als korrekt einzustufen sein. Auffällig ist um nur ein kleines Beispiel zu nennen, dass alle gut 6000 Königsurkunden, die vor dem Wormser Konkordat (1122) entstanden sind, mangels Rechtsgrundlage gefälscht worden sind, es kaum archäologische Fundstücke, die eindeutige Spuren in diese Zeit legen nicht existieren und es auch sehr viele fragwürdige Weisheiten der Wissenschaft gab um  einige Zusammenhänge zu beweisen. Einige immer noch anerkannte Forscher behaupten kritiklos, die verschiedenen Könige und Kaiser seien nahezu nur auf Reisen gewesen, nur so könne man nämlich erklären, dass Urkunden für echt erklärt wurden, die nahezu zeitgleich an verschiedenen Stellen Europas unterzeichnet worden sind. Andere nehmen die urkundlich erwähnten Pfalzen und Sakralbauten der Karolinger kritiklos für echt an, obwohl keine einzige davon zu dieser Zeit auffindbar ist.

Kurz: Es gibt Erklärungsversuche für  diese Mängel, die durchaus berücksichtigt werden sollten.

Es kristallisiert sich nämlich heraus, dass gerade während der Zeit des byzantinischen Kaisers Konstantin VII (906-959) und dem Kaiser Otto III (980-1002) in Verbindung zu seinem Freund Papst Silvester II viel mit Fälschungen operiert wurde.

Möglicherweise ist auch der Ansatzpunkt denkbar, dass bestimmte Jahre, zu denen “Beschreibungen” fehlen wegen einer fragwürdigen Umdatierung bei der Einführung des julianischen Kalenders (Kalenderreform von 1582) nicht in der Form wie bisher angenommen stattgefunden haben. Nehmen wir an, dass möglicherweise sogar unbeabsichtigt der Fehler Auswirkungen haben musste, würde dies erklären, dass auf das Jahr 614 in diesem neuen Kalender das Jahr 911 gefolgt haben müsste. Für diese spezielle Fragestellung ist der Besuch des offenen Forums www.fantomzeit.de anzuraten.

Unsere folgenden Angaben müssen deshalb nicht zwangsläufig richtig sein, sie entsprechen fragwürdigen Textstellen, Funden in Urkunden oder Überlieferungen. Beispielsweise treffen wir für Stockelsdorf auf eine Urkunde folgenden Inhalts:

In einer Urkunde vom 25. Februar 1320 (ausgestellt in Hamburg) genehmigen gleich 3(!) holsteinische Grafen, nämlich Graf Adolph VII. und seine Vettern, die Grafen Gerhard III. (der Große) und Johann III. (der Milde), den Verkauf der villam stochelstorpe von dem Ritter Burchard von Otteshude (Borchardus de Otteshudhe) an den Lübecker Bürger Emelrich Pape (Emelrico dicto Papen).  

Wir können keine endgültige Aussage treffen, was also auf dieser Homepage richtig oder falsch oder nur zeitlich falsch einsortiert ist. Wir wissen, dass einige Aussagen z.B. aus Wikipedia.de fehlerbehaftet sein können und bitten darum, diese Mängel zu berücksichtigen und zu billigen.

811 wurde die Eider südliche Grenze des dänischen Reiches. Eine zweite Grenze wurde nach Osten gegen die Slawen geschaffen: Der Limes Saxoniae. 

Der Limes Saxoniae, d. h. genau genommen nichts anderes als die (nordelbische) „Grenze Sachsens“ (gegen die Abodriten), wurde vermutlich von Karl dem Großen 810/11 bei seinem letzten Aufenthalt in Norddeutschland mit den Abodriten vereinbart, als auch die Eider als nördliche Reichsgrenze festgeschrieben wurde. Diese Grenze darf man sich kaum als befestigte Anlage vorstellen, sondern als eine mitten in einem schwer zu durchdringenden Sumpf- und Waldland, der eigentlichen Grenzzone, definierte Linie. Im Oberlauf bildete die Trave gemeinsam mit der Schwentine den Limes Saxoniae. Mit dieser Grenzziehung wurde ein Teil des 804 an die Abodriten übergebenen Gebiets wieder dem fränkischen Reich einverleibt, das nun auf einem schmalen Streifen zwischen der Levensau und der Schwentine an die Ostsee stieß. Von einer punktuellen oder durchgehenden Grenzbefestigung am „Limes“ ist nichts bekannt. So konnte dieser „Limes“ auch keinen nachhaltigen Schutz vor Überfällen und Eroberungen durch die Abodriten bieten, die bis Hamburg vordringen konnten und die Stadt 1066 und 1072 zerstörten.

968: Das Bistum Oldenburg/Holstein wird gegründet.

Deutsche Geschichte

8. und 9. Jh. Herausbildung des Lehnwesens, Feudalismus und der Ritter

Im Jahr 772 zieht Karl der Große das erste Mal gegen die Sachsen. Zunächst defensive Friedenssicherung der Fränkisch-Sächsischen Grenze. Beginn des 30-jährigen Kampfes zur Unterwerfung, Christianisierung, Zerstreuung, Eingliederung, Vernichtung des Sachsenvolkes. Karl zieht 775 erneut gegen die Sachsen. Er erobert die Hohensyburg und die Eresburg. Karl beginnt, auf allgemeine Unterwerfung der Sachsen zu zielen. 777: Demonstrativer fränkischer Reichstag inmitten sächsischen Volksgebietes zu Paderborn. Karl zwingt die Sachsen, sich in Scharen taufen zu lassen.

803 Endgültige Niederwerfung und Einverleibung Sachsens. Karl der Große vertreibt zehntausende Sachsen aus ihrer Heimat und siedelt sie in gallischen und anderen Gebieten an. Die ursprünglich sächsischen Kerngebiete nördlich der Elbe (Nordalbingien) überlässt Karl den arbotritischen Slawen.
803 Friede zu Salz mit dem Rest des nördlichen Sachsenvolkes in Nordelbingien. Sachsen ist „befriedet“.

804 Lex Saxorum. Der Friede wird mit einem dezimierten Volk geschlossen, das keine Widerstandskraft mehr kennt, von seinen führenden Häuptern entblößt und auf die Gnade der abotritischen Slawen, welche das Land besetzten, angewiesen ist. Franken werden zu beiden Seiten der Elbe im freigewordenen Raum angesiedelt. Als fränkische Siedlungen in der Hamburger Region sind die Orte auf –heim und –husen anzusprechen: Otmarshemum = Othmarschen, Fridumarshemum = Farmsen, Ottenhusen = Ottensen, Widdingehusen = Willinghusen.
Karl tritt dem Abotritenkönig Thrasco die sächsischen Gaue nördlich der Elbe als Gegenleistung für freundshaftliche militärische Dienste ab. Damit beginnt die „siebenjährige Gefangenschaft Nordalbingiens“, von der die Gründungsurkunde des Erzstiftes Hamburg (angeblich von 834) berichtet.
Dänenkönig Göttrik versammelt Flotte und Heer in Schleswig; er liefert weder emigrierte Sachsen aus noch erscheint er zu einem von Karl dem Großen gewünschten Unterredung in Hollenstedt.
(Text aus Limes Saxoniae - erschienen im Tectum Verlag ISBN: 978-3-8288-2726-4) 

808 Dänenkönig Gudfred fällt in Nordalbingien ein, hängt den slawischen Fürsten Godelaib, vertreibt Thrasco und macht die Abotriten tributpflichtig. Auch Reric, der slawische Fernhandelsplatz bei Groß Ströhmkendorf in der Nähe von Wismar wird von Dänen vernichtet. Die Franken versammeln ein Heer südlich der Elbe, daraufhin zieht Gudfred sich hinter die Eider zurück und verstärkt die Grenzbefestigungen, das Danewerk  auf Höhe Schleswig.
809 Die Unterwerfung der Slawen und die Ermordung Thrascos führten zu erheblichen Verstimmungen zwischen Franken und Dänen.  Abgesandte beider Reiche treffen sich in Beidenfleth an der Stör. Die Beziehungen verbessern sich aber nicht. Graf Egbert erhält deshalb den Auftrag Nordalbingien durch eine befestigte Anlage unter anderem eine Burganlage in Esesfeld zu sichern und Karl der Große überlässt den Schutz der Nordostgrenze nicht mehr den Abotriten. 
810 Die erste Hammaburg wird offensichtlich errichtet, außerdem wird auch noch das Höhbeck-Kastell besetzt. Die Vietzer Schanze, auch als Höhbeck-Kastell bezeichnet, ist ein Burgwall östlich von Vietze auf der Erhebung des Höhbeck an der Elbe. Ausgrabungen ergaben, dass die kastellartige Anlage mit einem rechteckigen Grundriss mit der Befestigung identisch ist, die den Fränkischen Annalen zufolge unter der Bezeichnung Hohbuoki errichtet worden ist.
Nordalbingien, das die Slawen räumen mussten, wird jetzt in das Frankenreich eingegliedert, Karl der Große bestimmt Slavomir als Nachfolger Thrascos. Die noralbingischen Geiseln werden freigelassen. Der Reichstag zu Verden bestätigt Slavomir und die neue Reichsgrenze den Limes Saxoniae. Gudfred (lat. Godofridus, dänisch Godfred oder Gøtrik) wurde in einem innerdänischen Machtkampf von einem seiner Leute ermordet. Nachfolger wurde sein Neffe Hemming. Dieser schickte umgehend Unterhändler aus und schloss mit dem Kaiser Karl Frieden.
Am 28. Januar 814 stirbt Karl der Große an einer plötzlichen Erkrankung, vermutlich einer Rippenfellentzündung. Nachfolger als Römischer Kaiser und König der Franken wird Ludwig der Fromme.

 

 

 

 

Harald „Klak“ Halfdansson, auch Heriold, (* um 785; † um 846) war von 812 bis 814 und von 819 bis 827 König in Jütland (Haithabu) und möglicherweise auch von anderen Teilen des damals noch nicht geeinten Dänemark. Er gehörte einem mit den Nachkommen des 810 ermordeten dänischen Wikingerkönigs Gudfred um die Vorherrschaft in Dänemark konkurrierenden Zweig des gleichen Geschlechts an. Nach dem Tod von Gudfreds Neffen und Nachfolger Hemming im Jahre 812 gelang es ihm und seinen Brüdern zunächst, die Macht in Jütland an sich zu reißen. Danach war er jedoch bis zu seiner endgültigen Vertreibung aus Dänemark im Jahre 826 oder 827 in verheerende Erbkriege gegen die Söhne Gudfreds verwickelt.

Um die Unterstützung Kaiser Ludwigs des Frommen zu erlangen, wurde Harald 814 dessen Lehnsmann. Ein von Ludwig entsandtes Heer von Sachsen, an der alle sächsischen Grafen und Fürsten teilnehmen mussten und Abodriten unter dem legatus imperatoris Balderich, dem späteren Markgrafen von Friaul, fiel 815 in Jütland ein, plünderte und brandschatzte, und verhalf Harald kurzfristig wieder zu einem Teil Südjütlands um Haithabu. 817 ordnet Ludwig die Mitregentschaft Ceadrags, des Sohnes von Thrasco an. Dagegen erhebt sich Slavomir im Bündnis mit den Dänen. Die Esesfeldburg wird von den Dänen zu Wasser und von den Abotriten zu Lande belagert, aber Harald und die Dänen wurden erneut vertrieben. 818 nimmt dann ein Heer der Sahsen und Ostfranken unter Führung des Präfekten und Legaten des Limes Saxoniae Slavomir gefangen.

 

Europäische Geschichte

Die Langobarden, obwohl  sie in den vergangenen Jahren vorher so konfliktfreudig waren, sollen sich den Karolingern unterworfen haben, die politische Karte an sich hat sich auch 3 Jahrhunderte gar nicht verändert. 

8. und 9. Jh. Überfälle der Normannen in Europa

9. Jh. Fränkische Teilungen in Westfränkisches Reich Vorläufer Frankreichs und Ostfränkisches Reich Vorläufer des Heiligen Römischen Reiches.

962 Heiliges Römisches Reich (der Zusatz Deutscher Nation wurde im 16. Jh. gemacht)

Wichtige Herrschergeschlechter und Kaiser des Frühmittelalters waren

im 8. und 9. Jh. Karolinger

800 Kaiserkrönung Karl der Große

10. Jh. Ottonen

962 Kaiserkrönung Otto I. der Große

11. Jh. Salier 

1084 Kaiserkrönung Heinrich IV.

Weltgeschichte

6. - 10. Jh. Tang-Dynastie in China

Höhepunkt der Kaiserzeit

Bau der chinesischen Mauer

6. - 16. Jh. Mali, Ghana, Songhai

819

Großreiche in Afrika