Hambacher Schloss - Auf dem Weg zu einer Demokratie

Das Hambacher Schloss (auch Maxburg oder volkstümlich Kästenburg genannt) ist eine der Geburtsstätten der deutschen Demokratie im 19. Jahrhundert. Die ehemalige Reichsburg war im 11. Jahrhundert von den Saliern gegründet worden. Und gehörte dann dem Hochstift Speyer, dessen  Bischöfe sich  im späten Mittelalter hier aufhielten. Im Bauernkrieg wie im pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört, wurde sie 1842 dem bayerischen  Kronprinzen Maximilian als Hochzeitsgeschenk von pfälzischen Bürgern übergeben. Sie sollte nach Plänen von August von Voit   (* 17. Februar 1801 in Wassertrüdingen; † 12. Dezember 1870 in München) ausgebaut werden. - eine Restaurierung, die man nach 1848 nicht weiterverfolgte. Heute ist das Schloss, das sich auf dem Gebiet von Neustadt an der Weinstraße befindet, im Besitz des Kreises Bad Dürkheim. 1982 wurde das Hambacher Schloss, eines der bedeutendsten deutschen Nationaldenkmälern, in seiner heutigen Form ausgebaut.

Am 27. Mai 1832 versammelten sich auf dem Schlossberg in Hambach 20 bis 30,000 Menschen aus den Ländern des Deutschen Bundes, aber auch polnische und französische Freiheitskämpfer, um in friedlicher Form mit schwarzrotgoldenen Kokarden für die Bürgerrechte und die politische Einheit Deutschlands zu demonstrieren. Es war eine der ersten großen Massendemonstrationen der deutschen Geschichte, die neben dem einigen Vaterland auch das "freie, republikanische Europa" programmatisch forderte. Viele Vorstellungen der Hambacher Patrioten wurden in der Paulskirche zu Frankfurt 1848 weiter aktualisiert und sind sowohl in der Weimarer Verfassung als auch in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland eingegangen. 
Mehrere Briefmarken zeigten das Ereignis. Zum 175. Jubiläum erschien 2007 diese Briefmarke.
Zum 180ten Jahrestag 2012 stellte der damalige  Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), die Bedeutung des Hambacher Festes für die Freiheit der Rede und der Presse und wider die Zensur fest. Martin Schulz bezeichnete die damaligen Teilnehmer als Träumer von einem „konföderierten Europa“, einem „Europa der Völker“, und nahm mit der Forderung „Freiheit, Einheit und Europa“ analogen Bezug auf den Wortlaut der Transparente. Diese seien „schon“ damals bei dem Festzug im Jahr 1832 getragen worden.

 

 

 

 

 

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