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Eutiner Festspiele. Opern-, Operetten- und Galaaufführungen open-air - Ein Erlebnis

Zum 125. Todestag von Carl Maria von Weber wurden 1951 die Eutiner Festspiele gegründet. Webers romantische Oper „Der Freischütz“ stand damals auf dem Programm, mit riesigem Erfolg: Aus ursprünglich zwei geplanten Aufführungen wurden neun, prominent besetzt mit bedeutenden Künstlern ihrer Zeit.

Es folgten Opern- und Gala-Aufführungen mit jährlich bis zu 40.000 Besuchern, zunächst noch unter dem Namen Eutiner Sommerspiele.
Das Eutiner Stadtschloss liegt am Seeufer des Eutiner Sees, umgeben vom im Englischen Landschaftsgartenstil gehaltenen Schloßpark, einem der bedeutendsten Parkanlagen Schleswig-Holsteins. Die Austragungsort der Eutiner Festspiele ist Bestandteil des Gartendenkmals.

Briefmarke Carl Maria von Weber DDR 1986

Auf einer Parkfläche von 14 ha erlebt der Besucher eine gestaltete Landschaft mit kunstvoll geschaffenen Naturbildern. Der Park steht der Eutiner Bevölkerung und allen interessierten Besuchern offen.

Die Eutiner Festspiele gehören zu den traditionsreichsten, sind aber vielleicht die romantischsten sommerlichen Open-Air-Festspiele mit Oper, Operette und Musical in Deutschland. 
Seit 1951 wurden 45 verschiedene Werke (vom Barock bis zum 20. Jahrhundert) aufgeführt, allein der „Freischütz“ in 42 Spielzeiten. Zahlreiche Weltstarswie Hanna Schwarz, Julie Kaufmann, Gladys Kuchta, Kurt Moll, Nicolai Gedda, Hermann Prey, Franz Grundheber, René Kollo oder Zoran Todorovich konnten, teils noch in jungen Jahren am Karrierebeginn, teils auch später auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes den Jubel der begeisterten Zuschauer im Halbrund der Tribüne entgegennehmen, die inzwischen knapp 1900 Gäste fasst.
2015 wurde Aida, der Oper von Giuseppe Verdi und Der Vogelhändler, einer Operette in drei Akten, Musik von Carl Zeller gegeben.

Mit „Aida“ hat Verdi eine Oper erlebnisreicher Superlative entworfen. Macht, Patriotismus und Liebe vermischen sich zu einem explosiven Gefühls-Rhythmus vor historischer Geschichts-Kulisse. Große Chorszenen, fesselnde Marschsignale und schmetternde Fanfaren wechseln zu intimen Szenen der tragischen Dreiecksgeschichte. Am Ende siegt die Liebe: „Leb wohl, o Erde, du Tal der Tränen“ singen Radames und Aida – nur im Tode endlich vereint.
Der Vogelhändler Adam in Der Vogelhändler braucht einen besseren Job, um seine geliebte Christl von der Post endlich heiraten zu können.
Ohrwürmer wie „Grüß euch Gott, alle miteinander“, „Ich bin die Christel von der Post“ und „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ gingen seit der Uraufführung der Operette 1891 in Wien um die ganze Welt. Carl Zeller war im Hauptberuf Jurist und Staatsbeamter und verstand Komponieren als sein Hobby. Die Wiener verehren ihn dank seines „Vogelhändlers“ zu Recht als einen Hauptvertreter der beliebten „Goldenen Ära“ der Wiener Operette.

 

 

 

 

2016 folgt erneut Der Vogelhändler. Es wird dann aber CARMEN und Der Freischütz gegeben.
Carmen - Eine Oper in vier Akten von Georges Bizet (1838-1875) nach der Novelle von Prosper Mérimée und Texten von Henri Meilhac und Ludovic Halévy: 

Der internationale Erfolg der Oper begann wenige Monate nach der Uraufführung im Oktober 1875 in Wien. Inzwischen war Bizet jedoch am 3. Juni im Alter von 36 Jahren gestorben. Dass er an gebrochenem Herzen gestorben sei oder gar Selbstmord begangen habe, gehört in das Reich der Legenden.
Basierend auf der 1845 entstandenen Novelle von Mérimée, der den Stoff während einer seiner Spanienreisen entdeckte, greift die Oper die südspanische Kulisse für die Geschichte voller Leidenschaft und Dramatik auf. Platziert in einer Welt der Arbeiter, einfacher Soldaten und Kleinkrimineller, mit einer egozentrisch agierenden weiblichen Hauptfigur, wurde das Stück zunächst als allzu anstößig bewertet. Erst später fand es die Anerkennung seiner grandiosen Verschmelzung der Musik mit der Kraft dieser dramatischen Erzählung und ist bis heute eine der beliebtesten Opern überhaupt.  
Handlung: Der junge Spanier José hat seinen Heimatort verlassen und sich den Soldaten angeschlossen. Im Dienst trifft er bald auf die verführerische Carmen, die in einer Zigarettenfabrik arbeitet. Nach einem Streit unter Fabrikarbeiterinnen soll er sie festnehmen, doch sie überredet ihn, ihr zur Flucht zu verhelfen. José, der eigentlich der unschuldigen Micaëla versprochen ist, verfällt der stolzen Schönen und wechselt schließlich auf die Seite der Kriminalität. Bald wird ihm seine Eifersucht zum Verhängnis ... . Im Gefängnis erinnert sich José rückblickend an die tragische Verkettung der Geschehnisse, die ihn schließlich haben zum Mörder werden lassen.

2017 wird "Die Fledermaus" gegeben, eine Operette von Johann Strauss.


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